AKTUELLE AUSSTELLUNGEN

 


HAUS 1 - Alt-Marzahn 51

 

Gut Hellersdorf

Ausstellungsdauer: 24. Oktober 2016 bis 19. März 2017

Öffnungszeiten: Mo - Fr und So  11 - 17 Uhr

Schon seit vielen Jahren liegt das Gut Hellersdorf mit seinen denkmalgeschützten Bauten im Dornröschenschlaf. Ebenso lange wird nach einem zukunftsträchtigen Konzept für das Areal gesucht. Die Ausstellung zeigt die jahrhundertelange Geschichte auf, auf die das Gut zurückblicken kann - vom adligen Gut über die Nutzung als Berliner Stadtgut und Volkseigenes Gut bis zur Aufgabe der Landwirtschaft nach 1990.
Im Zentrum der Ausstellung stehen erstmals öffentlich gezeigte, originale Baupläne, die vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg reichen. Ergänzt werden sie um detaillierte, vielfach neu recherchierte Informationen zur Ge-schichte der einzelnen Bauten. Die Ausstellungsbesucher sind eingeladen, eigene Visionen zur Zukunft des Geländes zu entwickeln.


 

HAUS 2 - Alt-Marzahn 55

Marzahn-Hellersdorf. Bezirksgeschichte(n)
Von den Anfängen bis zu den Großsiedlungen

Dauerausstellung des Bezirksmuseums
Marzahn-Hellersdorf

Öffnungszeiten: Mo - Fr und So 11 - 17 Uhr


Die Besucher erwartet ein spannender Gang durch rund 11.000 Jahre Geschichte. Die Ausstellung beginnt mit der Ur- und Frühgeschichte, die den weitaus längsten Zeitraum umfasst. Einen Schwerpunkt bildet die Geschichte der Dörfer Biesdorf, Hellersdorf, Kaulsdorf, Mahlsdorf und Marzahn von ihrer Gründung im 13. bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts. Blieb das dörfliche Leben vor den Toren Berlins bis Mitte des 19. Jahrhunderts im Wesentlichen unverändert, so vollzogen sich nach 1870 tiefgreifenden Veränderungen. Die Verbindungen zur Hauptstadt Berlin nahmen stark zu, 1920 wurden die bis dahin kommunal selbstständigen Orte eingemeindet. Große Siedlungsgebiete entstanden, die Einwohnerzahl vervielfachte sich. Erste kleine Industriebetriebe siedelten sich an. Jahrzehntelang formten Rieselfelder die Landschaft um Marzahn und Hellersdorf. Auch politisch und kulturell waren die 100 Jahre - vom Kaiserreich über den Nationalsozialismus bis zur DDR - eine Zeit vielfachen Wandels.

In den zurückliegenden 40 Jahren veränderte sich die Region Marzahn-Hellersdorf mehr als je zuvor. 1975 begannen an der Marchwitzastraße im ersten Marzahner Wohngebiet die Tiefbauer die ersten Gruben auszuschachten. Nur gut zwei Jahre später zogen die ersten Mieter der Großsiedlung ein. Durch die Errichtung von mehr als 100.000 Wohnungen bis Anfang der 1990er Jahre nahmen Marzahn und Hellersdorf die Dimensionen von Großstädten an. Nach 1989/90 wandelten sich die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse gravierend. Die Großsiedlungen wurden saniert, neue Häuser entstanden vor allem in den historischen Dörfern und Siedlungen Biesdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf.

Die Ausstellung präsentiert in allen Themenbereichen zahlreiche originale Objekte, darunter das Lackprofil eines 2005 in Biesdorf-Süd entdeckten Korbgeflechtbrunnens aus der älteren Vorrömischen Eisenzeit (400 – 200 v. Chr.) sowie mehrere Architekturmodelle aus der jüngsten Vergangenheit.

Ergänzt wird die Ausstellung durch einen Recherchebereich, in dem zusätzliche Informationen zu den archäologischen Fundstellen sowie zu den einzelnen Siedlungs- und Wohngebieten im Bezirk, Film- und Tondokumente zu finden sind. Für besonders wissbegierige Besucher stehen weiterführende schriftliche Materialien zur Verfügung.


HAUS 2 - Alt-Marzahn 55

 

 

Von besonderem Geschmack.
Kaffee - DDR – Design

Ausstellungsdauer:
10. September 2016 bis 19. März 2017 

Öffnungszeiten: Mo - Fr und So  11 - 17 Uhr

Porzellan- und Steingutgeschirr mit zeitgenössischem Besteck für den gut gedeckten Kaffeetisch aus der Sammlung von Richard Anger präsentiert sich im zeitlos schönen DDR-Design der 1950er bis 1980er Jahre. Da ist die gemütliche Kakaokanne aus Kindertagen, die schicke Kaffeekanne aus den 1960er Jahren oder das allen bekannte Porzellan aus Hotel und Restaurant. Ergänzt wird die Ausstellung durch Informationen zu einigen Produktdesignern der gezeigten Objekte und eine kleine Reise durch die Geschichte des Kaffeekonsums in der DDR.


Open-Air-Ausstellung Kaulsdorf-Süd 

 

Lager Kaulsdorfer Strasse 90

Im Rahmen des Berliner Themenjahres „Zerstörte Vielfalt“ wurde die Open-Air-Ausstellung durch die Enthüllung der Stelen am 30. April 2013 eröffnet.

Ort: Wuhlewanderweg, Höhe Bismarcksfelder Straße unmittelbar an der Wuhle


In der NS-Zeit bestanden im heutigen Bezirk Marzahn-Hellersdorf mindestens 30 Zwangsarbeiterlager. Das Größte befand sich in Kaulsdorf-Süd, an der Kaulsdorfer Straße 90. Das Gelände, ursprünglich jüdischer Besitz, wurde zwangsenteignet. Die ehemaligen Gebäude des Lagers wurden als Unterkünfte für deutsche Arbeiter, die an Projekten der Deutschen Reichsbahn eingesetzt werden sollten gebaut. Zunächst wurde das Lager als Durchgangslager für Wolhyniendeutsche genutzt. 1940 entstand ein Kriegsgefangenenlager für französische Soldaten. Am 30. April 1942 wurde das Lager mit „Ostarbeitern“ belegt, die für die Deutsche Reichsbahn arbeiten mussten. Bis zu 1400 Russen und Ukrainer, darunter viele Frauen und auch Kinder waren hier unter schlimmsten Bedingungen untergebracht. 
Auf acht Ausstellungstafeln erinnert die Open-Air-Ausstellung an die Historie des Ortes, an die Opfer des Lagers und deren Schicksal.
Mit der Open-Air-Ausstellung ist ein weiterer Gedenkort entstanden, der die schmerzvolle Erinnerung an die Vergangenheit wach hält und die Landkarte der öffentlich sichtbaren Denkzeichen im Bezirk ergänzt.