Quergänge
Ausstellung vom 4.9. – 4.11. 2011
Vernissage am Sonntag, 4.September, ab 18.00 Uhr
mit Live Musik, DJ und VJ Auftritten und einer Live Graffiti Installation
www.armitage.tv/wp-2011/quergange-impressionen/
Quergänge ist ein internationales Ausstellungsprojekt interaktiver, audio-visueller Installationen und Objekte.
Die Ausstellung zeigt auf zwei Etagen der Galerie M Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern aus Neuseeland, Südkorea, Irland, Frankreich und Deutschland. Durch die Galeriebesucher kann die Ausstellung permanent verändert werden, schon vorbeigehende Passanten beeinflussen das Geschehen im Innenraum der Galerie, auch eigene visuelle Werke können kreiert werden - anfassen und mitmachen ist erwünscht!
Eine raumfüllende Audio Skulptur(Lisa Premke) aus mehreren Hundert Lautsprechern über beide Etagen der Galerie spiegelt die Geräuschkulisse des Aussen – und Innenraumes der Galerie. Webcams und Bewegungsmelder übertragen und verzerren das Geschehen vor der Galerie in eine 8 Multi Monitor Videoinstallation von Dylan Bakker und Karsten Schneider(VJ Cyber)in den Fenstern des Erdgeschosses.
Brian Smith stellt im Obergeschoss einen interaktiven audio-visuellen Klangtisch vor, Besucher können durch das Bewegen von Objekten die Melodie, den Rhythmus und projizierte Bilder individuell verändern. Yannick Salziger-Chatain konstruierte eine Laser Spiegel Installation, Andi Zant zeigt seine Rauminstallation. Die Fassungen, Träger und Ausstattungen für Quergänge wurden von Isaac Han, Bildhauer und Möbeldesigner, entworfen und gebaut.
Dylan Bakker (NZ) Dylan Bakker arbeitet als interdiszipläner Künstler, mit Interessenschwerpunkt Video und Medienkunst. Der gebürtige Neuseeländer hält einen Bachelor of Art in Film. Er arbeitet und lebt seit drei Jahren in Berlin und untersucht den Effekt der subtilen Anwendungen mit großen Widerhall.
Dylan Bakker ist Initiator und Kurator von Quergänge.
Isaac Han (KR) Isaac Han ist ausgebildeter Bildhauer und arbeitete als erfolgreicher Möbeldesigner in seiner Heimat Süd Korea. Seit Juni 2011 lebt er in Berlin. Dies ist die erste internationale Ausstellung an der Han teilnimmt. Er entwirft und baut die maßgenauen Fassungen, Träger und Ausstattungen für Quergänge.
Lisa Premke (DE) Lisa Premke arbeitet als Sound Artist. Zwischen ihrem Bachelor Studium in Architektur und fine arts (GRA 2007 in Amsterdam) und ihrem Masterstudium in sound for the moving image (GRA 2010 in Glasgow), arbeitete sie zwischen Berlin und Amsterdam als freischaffende Künstlerin und Sound Designer für Hörbücher und Filme.
EUTECHNIK (Brian Smith) (IR) Brian Smith tritt regelmäßig als DJ und Sound Artist unter den Pseudonymen "Nexus" und "Eutechnik" auf. Er performte Seite an Seite mit Künstlern wie Cylob, Bogdan Raczinsky, DMX Krew, Sunken Foal, Herv, DJ Scotch Egg, The Last Sound, Vertical67, und vielen Anderen in London, Paris, Berlin und quer durch Irland. Er untersucht die Verbindungen und schlägt Brücken zwischen Mensch und Elektronik
Yannick Salziger-Chatain (DE/FR) Yannick Salziger-Chatain ist studierter Mechnik Ingenieur und widmet sich aktuell der künstlerischen Arbeit. Er ist involviert in das soziale Projekt Ralley to Marocco. Salziger-Chatain untersucht die technische Seite der Kunst um sie für seine eigene Arbeiten mit Laser- und Videotechnologie zu perfektionieren.
Karsten Schneider (DE) Karsten Schneider ist der Haus-VJ des Kunsthaus Tacheles, Pionier von Multi-Monitor Installationen und Live Streamings.
Andres Zant (DE) Andreas Zants Kunst und Musik war während der letzten elf Jahre Teil verschiedener Ausstellungen, Performances, Installationen und Konzerte in verschiedenen Ländern. Er arbeitet als Maler, Fotograf und Musiker.
Weitere Informationen unter www.sumoneproductions.com/quergaenge
H-O-P-E
H-O-P-E
Kunstaktion zum Mitmachen von Alfred Banze
www.unitednationshope.wordpress.com
Vor der Galerie M
Marzahner Promenade 13, 12679 Berlin
www.galerie-mh.de
Mittwoch 26. Oktober 17 - 20 Uhr
Das Projekt H-O-P-E von Alfred Banze geht von einem Wandgemälde aus, das der Norwegische Künstler Per Krogh 1950 für den Saal des UN Sicherheitsrates geschaffen hat.
H-O-P-E erkundet Visionen und Meinungen zu den VEREINTEN NATIONEN heute.
1 – Was fällt Ihnen zu den Vereinten Nationen ein, gutes wie schlechtes ?
2 – Schauen Sie sich das Wandgemälde an, was denken Sie darüber?
3 – Gibt es einen Bereich des Gemäldes, den Sie besonders mögen?
4 – Entwickeln Sie einen „Remix“ dieses Bildteiles, der Ihre Gedanken zur UN ausdrückt.
Im Aussenraum vor der Galerie M in Berlin Marzahn, vor einer grossen Reproduktion des UN Wandgemäldes, finden Gespräche und Livevideo-Improvisationen zum Thema statt. Ausserdem werden erste Ergebnisse aus Bangkok, Thailand und Berlin-Moabit als Videoprojektionen vorgestellt.
Weitere Events in Kinshasa, R.D. Congo und Phnom Penh, Cambodia sind in Vorbereitung. Das Projekt wird gefördert durch das Institut für Auslandsbeziehungen. Ergebnisse werden Teil einer interaktiven Installation für die Ausstellung UNITED NATIONS REVISITED im kommenden Jahr.
Erika Matsunami: re/cycle - "I am also there"
Ausstellung 26.06. – 26.08.2011
Audiovisuelle Rauminstallation:
3-Kanal-Video und 3-Kanal-Sound, 3 x Mixed-Media-Objekt, Folie, Stuhl, Pflanze
Bei dem Projekt re/cycle – „I’m also there“ handelt es sich um eine audiovisuelle Rauminstallation zum Thema Repräsentation von Raum und Zeit in kognitiven Prozessen.
Drei Bewohner Marzahns - Hellersdorfs, die verschiedene Generationen vertreten, erzählen ihre Erinnerungen, welche somit gewissermaßen ein Script bilden, auf dessen Grundlage das audiovisuelle Rauminstallationskonzept für das Projekt re/cycle – „I am also there“ entwickelt worden ist. Die aufgezeichneten Erzählungen wurden in eine schriftliche Form, in eine Klanglandschaft und in eine visuelle Darstellung transformiert und so – im Rahmen der audiovisuellen und Mixed-Media-Installation – als eine Gestaltung des kognitiven Raums für den Betrachter aufgebaut. Die Erzählungen bilden drei klangliche Zeitspuren, die teilweise parallel laufen, aber auch auseinandergehen und sich überschneiden, sodass vielfältige Ausdrucksmöglichkeiten entstehen. Eine weitere, die Erzählungen ergänzende Zeitspur bilden die kognitiven Zeitphänomene einer Pflanze, die ich beobachte.
„Ich ist die Bezeichnung für die eigene separate individuelle Identität einer menschlichen natürlichen Person, zurückweisend auf das Selbst des Aussagenden.“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Ich)
Dieses Projekt umfasst in der Ausstellung das Thema der städtischen Besiedlung am Beispiel des Berliner Stadtteils Marzahn – Nachbarschaft, Heimat, Wanderung, Ansiedlung, Urbanisation, Verwandlung der städtischen Landschaften im weitesten Sinne – und transformiert es durch meine individuelle Wahrnehmung und durch die der ProtagonistInnen; mittels verschiedener Medien wie Audio, Video und visueller Gestaltung werden diese Wahrnehmungen zum künstlerischen Bild des urbanen Lebens. Dieser Teil der audiovisuellen Arbeit wird bis zum 15.8. weiterentwickelt und mit der Performance „three rooms“ zusammengeführt werden. Weitere Informationen unter: www.art-identity.de (Text Erika Matsunami)
Veranstaltungen in der Ausstellung:
06.07.2011, 18.00 Uhr
Artist Talk/Vortrag – „Trans-Art" mit Prof. Dr. Susanne Hauser, UdK Berlin
15.08.2011, 18.00 Uhr Performance von Erika Matsunami
Wem gehört die Stadt?
Ausstellung im Obergeschoss der Galerie M bis zum 15.8.2011
„wem gehört die stadt?“
Ein partizipatives Projekt von Wolfgang Thies und Nicole König
in Kooperation mit der Menzel- Oberschule,
dem Virchow- Gymnasium,
der Jugendkunstschule Lichtenberg
und der Galerie M
gefördert vom Berliner Projektfonds kulturelle Bildung, FS 1, 2011
Kinder und Jugendliche sind die Bürger von morgen. Wie erfahren sie die Stadt, in der wir leben? Welche Ansprüche haben sie an ein Gemeinwesen der Zukunft? Weitere Informationen: www.niwo-archiv.info
Michael Brynntrupp "GELBFIEBER"

Vernissage am 15.5.2011, 18.00 Uhr
Ausstellung vom 15.5. bis 17.6.2011
Das Gelbfieber-Virus ist in tropischen und subtropischen Gebieten in Südamerika und Afrika verbreitet, nicht aber in Asien. (http://de.wikipedia.org/wiki/Gelbfieber).
Rauminstallation, Video
Michael Brynntrup, international renommierter Filmemacher und Medienkünstler, zeigt ab dem 15. Mai 2011 in der Marzahner Galerie M die Ausstellung „GELBFIEBER“.
Mit über 15 Teilnahmen bei der Berlinale gehört Michael Brynntrup zu den meistgezeigten Regisseuren des bedeutendsten Festivals in Deutschland. Das Museum of Modern Art New York widmete ihm mehrere Ausstellungen. Zahlreiche internationale Experimental- und Kurzfilmfestivals zeigten Retrospektiven seiner Arbeiten. Michael Brynntrup lehrt als Professor für Film und Videokunst an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Er lebt in Berlin.
Die Ausstellung „GELBFIEBER“ umfasst sieben Videoinstallationen, die Eindrücke und Beobachtungen des Künstlers während seiner ausgedehnten Reisen in den 'fernost-asiatischen Raum' künstlerisch reflektieren und dabei - immer aus höchst subjektiver Sicht - den europäischen Blick auf die Kulturen des 'Fernen Ostens' kritisch hinterfragen.
Fünf der Installationen wurden für die Ausstellung in der Galerie M entwickelt, so übernimmt die Kino-Installation "Solo City Zhuhai (Chinakino)" die opulente Dekoration des China-Restaurants "Neu Wuzhou", das direkt an die Galerieräume der Galerie M angrenzt, und verbindet sie mit einem Blick auf die neuere, chinesische Grossarchitektur. Im 'China-Deko-Kino' wird ein 10-minütiger Film als Loop präsentiert. Der Film enthält inszenierte Aufnahmen vor den 'Kulissen' der Campus-Architektur der Beijing Normal University (Zhuhai). Der Campus in Zhuhai ist mit 3,5 km² einer der größten, neuen Campus Chinas.
Die "Totale Mondfinsternis über dem Meer (AETHER)" zeigt ein idyllisches Postkartenmotiv vom Strand des indischen Ozeans; Bild und Meeresrauschen werden in einer so genannten Schalldruckkabine präsentiert. - "Vom Mond aus gesehen stellt sich eine Mondfinsternis als Sonnenfinsternis dar." (http://de.wikipedia.org/wiki/Mond)
Die Monitor-Installation "SÜDKOREA TRANCE" zeigt eine beliebte Freizeitbeschäftigung der Veteranen des Koreakrieges in den Parks von Seoul. (Ein Friedensvertrag wurde bis heute nicht abgeschlossen).
Die 7-Kanal-Installation "Universal Time Coordinated (+7/8/9)" untersucht den 'Blick aus Distanz': Nahaufnahmen und Televisionen aus Fernostasien aus europäischer Perspektive.
Zwei Arbeiten wurden bislang nur in Asien präsentiert ("THE HONG KONG SHOWCASE BOX" 2009 in Chongqing, China und "HOTEL EUROPA LTD." 2006 z.B. in den KOFIC Namyangju Filmstudios, Seoul). Diese Installationen werden nun erstmals auch in Deutschland zu sehen sein.
Weitere Informationen unter: www.brynntrup.de/x1105de
Vernissage am 15.5.2011, 18.00 Uhr
Ausstellung vom 15.5. bis 17.6.2011
Das Gelbfieber-Virus ist in tropischen und subtropischen Gebieten in Südamerika und Afrika verbreitet, nicht aber in Asien. (http://de.wikipedia.org/wiki/Gelbfieber).
Rauminstallation, Video
Michael Brynntrup, international renommierter Filmemacher und Medienkünstler, zeigt ab dem 15. Mai 2011 in der Marzahner Galerie M die Ausstellung „GELBFIEBER“.
Mit über 15 Teilnahmen bei der Berlinale gehört Michael Brynntrup zu den meistgezeigten Regisseuren des bedeutendsten Festivals in Deutschland. Das Museum of Modern Art New York widmete ihm mehrere Ausstellungen. Zahlreiche internationale Experimental- und Kurzfilmfestivals zeigten Retrospektiven seiner Arbeiten. Michael Brynntrup lehrt als Professor für Film und Videokunst an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Er lebt in Berlin.
Die Ausstellung „GELBFIEBER“ umfasst sieben Videoinstallationen, die Eindrücke und Beobachtungen des Künstlers während seiner ausgedehnten Reisen in den 'fernost-asiatischen Raum' künstlerisch reflektieren und dabei - immer aus höchst subjektiver Sicht - den europäischen Blick auf die Kulturen des 'Fernen Ostens' kritisch hinterfragen.
Fünf der Installationen wurden für die Ausstellung in der Galerie M entwickelt, so übernimmt die Kino-Installation "Solo City Zhuhai (Chinakino)" die opulente Dekoration des China-Restaurants "Neu Wuzhou", das direkt an die Galerieräume der Galerie M angrenzt, und verbindet sie mit einem Blick auf die neuere, chinesische Grossarchitektur. Im 'China-Deko-Kino' wird ein 10-minütiger Film als Loop präsentiert. Der Film enthält inszenierte Aufnahmen vor den 'Kulissen' der Campus-Architektur der Beijing Normal University (Zhuhai). Der Campus in Zhuhai ist mit 3,5 km² einer der größten, neuen Campus Chinas.
Die "Totale Mondfinsternis über dem Meer (AETHER)" zeigt ein idyllisches Postkartenmotiv vom Strand des indischen Ozeans; Bild und Meeresrauschen werden in einer so genannten Schalldruckkabine präsentiert. - "Vom Mond aus gesehen stellt sich eine Mondfinsternis als Sonnenfinsternis dar." (http://de.wikipedia.org/wiki/Mond)
Die Monitor-Installation "SÜDKOREA TRANCE" zeigt eine beliebte Freizeitbeschäftigung der Veteranen des Koreakrieges in den Parks von Seoul. (Ein Friedensvertrag wurde bis heute nicht abgeschlossen).
Die 7-Kanal-Installation "Universal Time Coordinated (+7/8/9)" untersucht den 'Blick aus Distanz': Nahaufnahmen und Televisionen aus Fernostasien aus europäischer Perspektive.
Zwei Arbeiten wurden bislang nur in Asien präsentiert ("THE HONG KONG SHOWCASE BOX" 2009 in Chongqing, China und "HOTEL EUROPA LTD." 2006 z.B. in den KOFIC Namyangju Filmstudios, Seoul). Diese Installationen werden nun erstmals auch in Deutschland zu sehen sein.
Weitere Informationen unter: www.brynntrup.de/x1105de
KH Jeron "Marzahn Dingliebe"
Audioguide als Videodokumentation
Gefundene Objekte zum Klingen gebracht
Ausstellung vom 27.3. - 6.5.2011
Vernissage am 26.3.2011, 18.00 Uhr, es spricht Torsten Preussing
Workshop zum Bau elektronischer Klangerzeuger am Sonntag, 10.4.2011, 16.00 Uhr
Audioguide(kostenloser Download: www.marzahn.jeron.org)
Ein Audioguide für einen psychogeographischen Spaziergang durch Marzahn
Er soll sich als fiktiver Layer über die reale Welt legen. Dazu benutzt der Künstler eine
selbstentwickelte Software die alle Straßennamen Marzahns auf Einträge im
Gutenbergarchiv abfragt und sammelt. Das Gutenbergarchiv ist eine Sammlung zahlreicher klassischer Bücher in deutscher Sprache zum kostenlosen Lesen und legalen Kopieren. Mithilfe der Google Maps API ermittelt die Software alle zusammenhängenden Straßen und legt so die Route für den Spaziergang fest. Google Maps API ist eine Programmierschnittstelle, die den automatisierten Zugriff auf alle Daten von Google Maps erlaubt.
Die, zu den ermittelten Straßennamen korrespondierenden Texte aus dem Gutenbergarchiv werden mit einer Sprachsynthesesoftware in Audiodateien verwandelt. Zusammen mit der Karte ergeben sie einen Audioguide für Marzahn. Der Audioguide wird im Internet zum kostenlosen Herunterladen angeboten.
Die Idee bezieht sich auf die stituationistische Psychogeographie. Also die experimentelle Untersuchung der architektonischen oder geographischen Umgebung auf ihre Einflüsse auf Wahrnehmung, psychisches Erleben und resultierendes Verhalten hin. Die Situationisten beschrieben mit dem Begriff Psychogeographie einen bewußten Zustand im Gegesatz zu
DeQuinceys, für den Psychogeographie das planlos durchwandern einer Stadt in einer Art Traumzustand bedeutet. Für Debor war es eine Frage von konzeptionellen Entscheidungen, wie und wo eine Stadt oder Landschaft „durchstreift“ wurde. Man reklamierte die Stadt als Terrain, das man eroberte, kartographierte und markierte. Eine Stadt oder auch eine Landschaft wird mittels der Psychogeographie erforscht und in psychische „Klimazonen“
eingeteilt. Die Stadt der Situationisten hat daher viele Zentren, die ständig in Bewegung sind. Die Orientierung zu verlieren und sich treiben zu lassen wird dabei als etwas positives angesehen, etwas das die Abenteuerlust anregt und unvorhergesehene Ereignisse ermöglicht.
"Wir meinen zunächst, daß die Welt verändert werden muß. Wir wollen die größtmögliche emanzipatorische Veränderung der Gesellschaft und des Lebens, in die wir eingeschlossen sind. Wir wissen, daß es möglich ist, diese Veränderung mit geeigneten Aktionen durchzusetzen." (Guy Debord , Rapport zur Konstruktion von Situationen) Vergleichbare Spaziergänge von mir sind auf der Website http://audioguide.projektraum.org dokumentiert.
Gutenbergarchiv http://gutenberg.spiegel.de Strassenverzeichnis: www.berlin.de/ba-marzahn-hellersdorf/verwaltung/jugend/
verzeichnis.html
Sprachsynthese: wiki.ubuntuusers.de/Sprachausgabe
Klangobjekte
Während seiner Spaziergänge durch Marzahn hat KH Jeron verschiedene Gegenstände auf den Straßen gefunden und eingesammelt. Diese Gegenstände werden in der Galerie zum Klingen gebracht. Eine einfache elektronische Schaltung genügt, um mithilfe des elektrischen Widerstands der gefundenen Objekte Töne zu erzeugen. Unterschiedliche Widerstände erzeugen unterschiedliche Frequenzen. Im Galerieraum zischeln diese Objekte
leise ihre eigene Melodie. Die 20 Straßen des Audioguides liefern 20 Objekte für die Klanginstallation.
Inspiration dafür ist der Text Supernatural Apparitions and Domestic Life in Japan von Kazuhiko Komatsu.
Er beschreibt darin das Konzept des Ushirometasa.
Although it has largely been forgotten since disposability became the order of the day, the Japanese once had a different attitude toward their household goods. They felt guilty about throwing things away, especially utensils made by human hands. The word used for these
guilt feelings, ushirometasa, literally means feeling someone's gaze behind one's back. One has done something improper; anyone secretly watching would surely disapprove. The gaze implied by ushirometasa includes that of fellow humans, but traditionally it carried stronger connotations of the gaze of a divine spirit. When a utensil is discarded, the agent of the
gaze is the spirit of the utensil itself.
Workshop mit Karl Heinz Jeron am Sonntag, 10.4.11, 16.00 Uhr
Elektronik zum Klingen bringen
Wir bauen ein einfaches elektronisches Musikinstrument
Zur wirklich kreativen Klangbastelei gehört etwas mehr Know-how als zum Abrufen der
SampleSounds eines digitalen Geräts. Mit dem Bau eines elektronischen Musikinstruments
wird das Grundprinzip der Tonerzeugung vermittelt. Ein wesentlicher Punkt bei der
Durchführung des Workshops ist die Vermittlung eines kreativen Umgangs mit Technik. Der
Fokus liegt in einem lustvollen und spielerischen Umgang mit Elektronik. Grundlagen werdenim Workshop nur soweit wie unbedingt nötig behandelt.
Wir sind heutzutage umgeben von Spielekonsolen, Computern und ähnlichem. Ein
ForschendesZerlegen und wieder Zusammensetzen ist bei diesen Geräten nicht wirklich sinnvoll möglich.Genau hier setzt der Workshop an. Es werden Bauteile verwendet, die auch in der Alltagselektronik Verwendung finden. Die Teilnehmerinnen erfahren spielerisch wie mit diesenBauteilen Töne erzeugt werden können. Dies geschieht ohne vorgefertigte Teile. Alles muss selber gemacht werden. Elektronische Elemente erscheinen dabei nicht mehr als mysteriöse Dinge, für deren Verständnis ein jahrelanges Studium vorausgesetzt wird, sondern als
handhabbare Baussteine, vor allem für interessierte Laien.
Im Workshop wird also komplizierte Hochtechnologie auf eine spielerische Ebene
heruntergebrochen. Auf dieser Grundlage kann fröhlich experimentiert werden.
In der verwendeten Schaltung erzeugen unterschiedliche Widerstände unterschiedliche
Tonhöhen. Mit einem lichtempfindlichen Widerstand werden wir z.B. eine Art Theremin bauen.
Der elektronische Klangerzeugungsworkshop richtet sich an Menschen ab 10 Jahren.
Anmeldung erforderlich unter 5450294
URBANE CODES - urbane interventionen.marzahner promenade

UDK BERLIN / Institut für Transmediale Gestaltung / KLASSE ENTWERFEN RAUMBEZOGENER SYSTEME/AUSSTELLUNGSDESIGN
AUSSTELLUNG 18.02. - 11.03.2011
VERNISSAGE
am 17. Februar 2011 um 18 Uhr
Musik: Edward, Oskar Offermann
Studierende führen durch die Ausstellung:
Freitags zwischen 16 und 18 Uhr
18.02. / 25.02. / 04.03. / 11.03.2011
Anita Ackermann Tom Baffi Steve Bergmann Monai de Paula Antunes Léon Giogoli Jacqueline Hen Young Sam Kim Philipp Klein Johannes Rantapuska Thomas Zimmermann Prof. Gerhard Diel, KM Gabi Schillig, Elke Schneider Bereits die Situationisten um Guy Débord sahen die Stadt als Labor und Spielfeld um den Alltag zu revolutionieren. Ein poetisches, performatives Verständnis von Stadtraum, der Theatralität des urbanen und öffentlichen Raumes bewirken dass es oft nicht das Kunstwerk ist, dass im Mittelpunkt steht sondern vielmehr die Rolle, Reaktion oder Interaktion der Bewohner mit dem Werk.Im Mittelpunkt des Entwurfs- und Ausstellungsprojektes "Urbane Codes" steht die Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Raum und der Entwurf einer räumlichen Installation im Stadtraum Berlin-Marzahn. Am Beispiel der Marzahner Promenade entstanden studentische, künstlerisch-räumliche Arbeiten, die sich mit dem öffentlichen Raum auseinandersetzen. In Form von temporären oder permanenten künstlerischen Installationen, Interventionen, Aktionen im Stadtraum werden der Wohn- und Lebensort Marzahner Promenade hinsichtlich seiner heutigen und zukünftigen Potentiale untersucht. Die entstandenen Arbeiten erforschen räumliche und ästhetische Potentiale dieses besonderen Stadtraums: Temporäre Rauminstallationen, performative Aktionen und räumliche Interventionen verdeutlichen Potentiale und Möglichkeiten der Marzahner Promenade und regen an, über alternative Strategien der Stadtplanung nachzudenken.
Ateliers!

Arbeiten von: Stephan von Arx, Thomas Bratzke, Johanna von den Driesch, Bruno Ebersbach, Tobias Löffler, Enikö Marton, Anne M. M. Michaux, Michel Picard, Carola Rümper, Thomas Schroeren, An Seebach, Christiane Stegat, Laura Rottmann ,Philipp Strohm, Florian Thein, Thomas Wagner
Vernissage mit einer multimedialen Soundperformance von Wagner und Bratzke am 28.1.2011, 18.00 Uhr
Die Galerie M zeigt in dieser Ausstellung Arbeiten von 16 Künstlerinnen und Künstlern, sie alle waren oder sind Nutzer des Marzahner Atelierprogramms. Die Ausstellung bietet einen Einblick in vielfältige künstlerische Arbeitsweisen - Malerei, Fotografie, Videoarbeiten, Objekte, aber auch Installationen sind zu sehen.
Das Marzahner Atelierprogramm, ein Kooperationsprojekt zwischen der degewo und der Galerie M besteht seit einem Jahr. Professionell arbeitenden Künstlern werden kostengünstig Gewerberäume zur Verfügung gestellt, derzeit arbeiten 11 Künstler in Marzahn.
Ausstellung vom 28.1. 2011 bis 11.2. 2011
Philipp Geist „Riverine: Wuhle Zones“
Videoprojektion, Fotografie, Videoinstallation
Die Ausstellung des Multimediakünstlers Philipp Geist ist in das weltweite Projekt „riverine zones“ des Künstlers eingebunden, dass sich mit dem Thema Wasser, Zeit und Stadt beschäftigt. Neben Flüssen verschiedener Weltstädte wird die Marzahn-Hellersdorfer Wuhle und ihr städtisches Umfeld untersucht und künstlerisch erarbeitet. Sie fließt so in ein imaginäres Netzwerk weltweit verbundener Flüsse ein. Die Besucher der Ausstellung erwarten begehbare Videoräume mit phantastischen Blicken in und aus der Wasserwelt der Wuhle. Ergänzt werden die Videoarbeiten mit Fotografien verschiedener Flüsse.Geists Projekte sind in erster Linie gekennzeichnet durch ihre beeindruckende Komplexität in der Integration von Raum, Ton und Bewegtbild. Philipp Geist wurde vor allem durch seine riesigen Videoprojektionen im Rahmen verschiedener internationaler Kunstprojekte bekannt(u.a. zur Langen Lacht der Museen am Kulturforum Berlin, neuntägige Bespielung des thailändischen Königspalastes).Weitere Informationen zu dem langfristigen Video-Wasserprojekt „Riverine Zones“ sind hier zu finden: www.riverine.viedeogeist.de
Vernissage am 7.11.2010, 18.00 Uhr
Ausstellung bis zum 21.1.2011
Philipp Geist arbeitet international als Licht- und Multimediakünstler: Im Dezember 2009 bespielte Geist neunTage mit einer 4D Mapping Videoinstallation anlässlich des 82ten Geburtstags des thailändischen Königs Bhumibol Adulyadej, den königlichen Throne inBangkok. Die Installation wurde von einem internationalen Sinfonieorchester bestehend aus130Musikern musikalisch untermalt und ca. 2,5 Millionen Besucher sahen die Installation vorOrt. Im Januar 2008 anlässlich der 'Langen Nacht der Museen' entwickelte Geist für diekomplette Fläche der Piazzetta am Kulturforum in Berlin die Medieninstallation 'Time Fades'. In seiner Installation thematisiert Geist die Themen Zeit und Raum. Dabei verzichtet der Künstler weitgehend auf den Einsatz von Leinwänden und projiziert direkt auf Teile der Fassade des Kulturforums und auf transparenten Projektionsgrund wie Gazestoffe und Nebel. Im September 2007 bespielte Geist das bedeutende zeitgenössische Kunstmuseum 'Palazzo delle Esposizioni' im Zentrum von Rom mit einer flächendeckenden Fassaden-Videoinstallation mit dem Titel 'Time Lines'. Anlass waren sowohl die Wiedereröffnung des Museums, als auch die 'Notte Bianca'. Die Installation wurde von Roms Bürgermeister Walter Veltroni eröffnet. An zwei Tagen sahen ca. 20.000 Besucher die Installation. Im Dezember 2005 realisiert er das Großprojekt 'Winterzauber' für das Lake Side - Restaurant in Zürich, bei dem er das denkmalgeschützte Gebäude in eine 450qm große, dreidimensionale Videokunst-Installation verwandelte. Im Jahr 2006 eröffnet er den Salon Noir in der Neuen National Galerie in Berlin, im Kontext der Ausstellung 'Melancholie, Genie und Wahnsinn'. Gemeinsam mit dem Sinfonieorchester OBC Barcelona und der finnischen Soundformation Pan Sonic eröffnete Geist 2004 das Sonar Festival im Auditorium Barcelona.
Karin Rosenberg "Umbruch
Ausstellung vom 27.9. - 29.10.2010
Gespräch mit Karin Rosenberg in der Ausstellung am Donnerstag, den 21.10.2010 um 19.00h
Karin Rosenberg zeigt in der Galerie M eine raumfüllende Installation mit dem Titel „Umbruch“. Umbruch - ein Begriff der heute oft als Synonym für die politische Wende gebraucht wird. Karin Rosenberg nutzt diese Assoziationen, ohne sie jedoch visuell zu spiegeln. Die Künstlerin inszeniert alltäglich wahrnehmbare städtische Materialien - Bauzäune, Platten und andere Baumaterialien und strukturiert so den Galerieraum als begehbares Kunstwerk. Fotomontagen, großformatige Folienschnitte und Texte geben der Installation eine Komplexität, die dem Titel der Ausstellung mehr als gerecht wird.
Alles in der Ausstellung beschreibt einen Zustand zwischen nicht mehr und noch nicht. Bauzäune stehen auf weichem Kunstrasen. Der Schriftzug „Umbruch“ in roten Leuchtbuchstaben an der Wand wird mit dem Bild eines Sprayers kombiniert – in klassischer Streetartmanier direkt an die Galeriewand gesprüht. Underground gegen Kommerz? Die Buchstaben im Stil der Sparkassenwerbung lassen dies vermuten, sind aber mehr. Der Begriff Umbruch steht hier nicht nur für Veränderung und Entwicklung gesellschaftlicher Prozesse, er benennt und befragt Schnittstellen von Kultur und Natur, von privaten und öffentlichen Räumen.
Großformatige, floral anmutende Folienschnitte an den Wänden stellen Flechten dar. Diese Flechten, hier in schon gigantische Ausmaße vergrößert, werden in der Umweltforschung als Indikator für städtische Luftqualitäten genutzt. Natur als Sensor gesellschaftlicher Veränderungen. Die Wechselwirkungen und Abhängigkeiten menschlicher Kultur und Natur durchziehen alle Bereiche der Installation.
Der Grundsatz der Chaosforschung "Alles hängt mit Allem zusammen" beschreibt, wenn auch sehr allgemein formuliert, den künstlerischen Ansatz der Ausstellung. Karin Rosenbergs Installation konkretisiert dies und fragt nach der veränderungsauslösenden Situation - für eine wahrnehmbare Veränderung, einen Umbruch.
Konzert in der Ausstellung:
Sonntag, 10.10.2010, 18.00 Uhr
Konzert zum 20jährigen Bestehen der neuen brücke
Künstlerinitiative für zeitgenössische Musik
Werke von
Susanne Stelzenbach, Kurt Schwaen, Ralf Hoyer (UA)
Lothar Voigtländer, Helge Jung, Kurt Dietmar Richter
Interpreten:
modern art ensemble
Urban Cliches
Stefan Hoenerloh - Malerei
Hans Martin Sewcz - Architekturfotografie
Ausstellung vom 5.7.010 - 17.9.010
Vernissage am Sonntag, 4.7.2010, 18.00 Uhr
Zur Ausstellung spricht Simone Kraft, M.A. Kunst - und Architekturwissenschaftlerin
Eine Plattenbausiedlung ist trist, eintönig, hässlich. Das Leben hier ist unpersönlich, anonym, uniform. In modernen Zweckbauten, wie man sie in Marzahn findet, will keiner leben, auch wenn sie zu ihrer Zeit als fortschrittlich, modern, erstrebenswert galten. Altbauten hingegen haben Konjunktur: Hohe Räume, luftig und mit einem besonderen Flair wohnt es sich ihn ihnen gemütlich, individuell, schön.
Aber wer nach Marzahn kommt, findet zwischen den Hochhäusern viel Grün, offene Plätze, Kunst am Bau – es ist bei weitem nicht so trist, wie es das Klischee von der 70er-Jahre-Plattensiedlung glauben macht. Altbauten sind schön, funktionale Nutzbauten sind hässlich: Sind die „Schubladen“ im Denken so einfach oder sitzen wir urbanen Klischees auf?
Menschenleere Häuserschluchten, verwaschene Hauswände, hohe Bauten in teils verzerrender Untersicht, an denen deutlich der Zahn der Zeit nagt, zeigen Stefan Hoenerlohs Gemälde. Momentaufnahmen, Ausschnitte aus verschiedenen historischen Altstädten europäischer Städte scheinen die von Grau- und Brauntönen dominierten Stadtansichten zu präsentieren.
Es sind jedoch keine realen Veduten, die etwa von einer Fotografie abgemalt oder vor Ort mit dem Pinsel anstelle der Kamera „aufgenommen” wurden. Hoenerlohs Stadtporträts sind reine Fiktion. Fast in altmeisterlicher Manier komponiert er seine Bauten aus architektonischen Elementen auf die Leinwand. Dabei balanciert der Künstler auf der Grenzlinie zwischen Fiktion und Erinnerung und „baut“ auf der Leinwand Architekturen, die sich an der Grenze des Möglichen bewegen, die realistisch zu sein scheinen und es doch nicht sind. Denn auch kunsthistorische Stilgeschichte zeigen die Gemälde nicht: Es wird nicht nur darauf verzichtet, Realarchitektur zu porträtieren, sondern auch darauf, reale Stile zu zeigen.
In dieser doppelten Fiktionalität entwickeln die Gemälde eine Ausdruckskraft, die den Betrachter dazu bringt, sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Sie entlassen ihn gerade nicht in die gefällige Ästhetik einer Vedute und unterlaufen voreingenommenes Schubladendenken und die Erwartungen des Betrachters. Hoenerlohs Stadtpanoramen wirken beunruhigend, verstörend, sie sind eine Spur zu trist, zu grau, um „schön“ kontemplativ zu sein. Zu deutlich sichtbar sind die Spuren des Verfalls, die die Zeit hinterlassen hat, um „schön“ im landläufigen Sinne zu sein. In einer Gratwanderung zwischen malerischer Perfektion und realistisch Möglichem schöpft der Künstler die Möglichkeiten der Malerei aus, komponiert, eröffnet Perspektiven und vermischt Sichtweisen, ohne den Anspruch, Wirklichkeit abzubilden.
Dem stehen Hans Martin Sewcz’ Fotografien gegenüber. Sie zeigen Ansichten von Berliner Bauten aus den 1960er und 1970er Jahren, Nutzbauten wie der ICC oder dem „Ahornblatt“, die zwar funktional und zweckmäßig sind, aber weniger als „schön“ empfunden werden.
Sewcz begegnet diesen Gebäuden anders als gewohnt: nicht nüchtern, sondern emotional. Er porträtiert die Bauten wie „Persönlichkeiten“ mit ihren besonderen Stärken und Schwächen, durch die ihr Charakter zum Ausdruck kommt. Intuitiv reagiert Sewcz auf die urbane Umwelt, durch die er sich bewegt. So setzt ein Prozess der Auseinandersetzung ein, auf dessen Weg die Arbeiten reifen. Der Künstler schöpft dabei die Möglichkeiten der Fotografie aus. Diese gilt zwar gemeinhin als das Medium, das Realität einfängt und bannt. Meist wird dabei jedoch vergessen, dass jede Aufnahme dem auswählenden Auge des Fotografen unterliegt. Fotografien sind eine Sammlung von individuellen Perspektiven auf die Realität, deren Motive der Fotograf wie in einer subjektiven Zeigegeste, so Barthes, ausgewählt und in einem bestimmten Moment aus ihrem Kontext gelöst und festgehalten hat. Sewcz reizt eben dies: Die Fotografie dient ihm als Medium, das die eigene innere Welt durch Abbildung der realen Außenwelt wiedergibt.Der Fotograf nimmt bewusst die Position eines Beobachters ein, der der ihn umgebenden urbane Umwelt unvoreingenommen begegnet und sie auf sich wirken lässt. Seine Architekturfotografien transportieren eine Realität moderner und postmoderner Zweckbauten, die meist verborgen bleibt: Sie zeigen ein unerwartetes, ein „schönes“ Gesicht der funktionalen Gebäude. Die Seherwartungen des Betrachters werden herausgefordert und auf den Kopf gestellt. Macht er sich die individuelle Perspektive des Fotografen zu eigen, kann er sich mit einem neuen Blick durch die Stadt und ihre Architektur bewegen und seine eigenen urbanen Klischees hinterfragen.
Landvermesser K und Humbult Landvermesser: Zweite Forschungsreise und Landgang
Klaus W.Eisenlohr, Johann Zeitler
Vernissage am Sonntag, 16.5.2010, 18.00 Uhr
Einführung: Brunio Ebersbach(Architekt)
DJ: Brendan Howell
Ausstellung vom 16.5. – 25.6.2010
Vor zwei Jahren starteten Klaus W. Eisenlohr und Johann Zeitler eine künstlerische Langzeitstudie über den öffentlichen Raum im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Die Sensibilisierung von Wahrnehmungsprozessen im Urbanen ist komplexes Thema ihrer künstlerischen Forschungsarbeit. Im ersten Teil des Projektes wurden die Strukturen des öffentlichen Raumes untersucht, analysiert und in einer Ausstellung in der Galerie M gezeigt. In diesem Jahr unternahmen Landvermesser K und Humboldt Landvermesser eine zweite Forschungsreise, diesmal suchten sie nach realen und fiktiven Begegnungen im öffentlichen Raum des Bezirkes. Die Konzeption - Einbeziehung der Bevölkerung, der Blick von Außen, der Blick von Innen, die Verschränkung beider Wahrnehmungsweisen – wurde diesmal um ein Internetportal, einen Blog http://landgang.tumblr.com/ erweitert. Die Künstler luden ein, dort via Mail eine Geschichte – angesiedelt im öffentlichen Raum des Bezirkes - zu platzieren. Diese Geschichten werden in der Galerie zu lesen sein, aus einigen entsteht ein Drehbuch, Grundlage für die Filmarbeiten während der Ausstellung. In den realen öffentlichen Räumen werden die Geschichten filmisch umgesetzt, ausschließlich mit Darstellern aus dem Bezirk. Alle Drehtermine sind öffentlich. Die jetzige Ausstellung thematisiert unter dem Aspekt der Innenansichten auch die Übergänge zwischen realen und virtuellen Welten. Die gesammelten Geschichten stehen neben Portraits ortsansässiger Fotographen. Diese wurden beauftragt, die Landvermesser in ihren jeweiligen Fotostudios abzulichten. Desweiteren zeigt die Ausstellung Objekte, Stationen eigenwilliger öffentlicher Plätze in Marzahn und Hellersdorf. Deren Texturen stehen in Korrespondenz mit virtuellen Räumen(auch diese zitieren reale urbane Situationen) auf Bildschirmen, in denen sich diese Plätze spiegeln. Bestandteil der Ausstellung wird auch ein großformatiges Fotostudio, eine Greenbox sein, Besucher können sich hier selbst inszenieren.
Termine der öffentlichen Dreharbeiten in Marzahn-Hellersdorf, Treffpunkt ist immer die Galerie M
Fr. 21. Mai 2010, 16.00 Uhr
Sa. 22. Mai 2010, 13.00 Uhr
Do. 27. Mai 2010, 16.00 Uhr
Fr. 28. Mai 2010, 16.00 Uhr
Do. 03. Juni 2010, 16.00 Uhr
Fr. 04. Juni 2010, 16.00 Uhr
Fr. 11. Juni 2010, 16.00 Uhr
Sa. 12 Juni 2010, 13.00 Uhr
Fr. 18 Juni 2010, 16.00 Uhr
Sa. 19 Juni 2010, 13.00 Uhr
Fr. 25 Juni 2010, 16.00 Uhr
Timea Anita Oravecz "TRANSPARENT ROOMS - nach hause?"
Ausstellung vom 27.3.2010 – 7.5.2010
Vernissage: 27.März um 16.00 Uhr
Interaktive Performance, Karaoke um 17.00 Uhr
Finissage am 5. Mai um 17.00 Uhr (mit Führung durch die Ausstellung)
Die ungarische Künstlerin Timea Anita Oravecz verbindet in ihren Arbeiten persönliche und kollektive Erfahrungen zu gesellschaftlichen und sozialen Themen der Gegenwart. Timea Oravecz hat ein Jahr in Marzahn-Hellersdorf gearbeitet und ein Kunstprojekt über und mit einer Gruppe von vietnamesischen Frauen und Kindern entwickelt. Die Ausstellung in der Galerie M thematisiert die realen interkulturellen Verbindungen aber auch die Probleme der Immigration und der Integration. Die Galerieräume werden zu Sehnsuchtsräumen, inclusive eines kleinen Bambuswäldchens. Zwischen dokumentarischen Elementen und symbolischen Inszenierungen schafft T.O. mit großformatigen Fotografien, Videos und Rauminstallationen ein eigenständiges künstlerisches Werk, das weit über die Spiegelung der Realität hinausgeht.
Öffentliche Workshops
Während der Zeit der Ausstellung werden regelmäßig Workshops in den Räumen der Galerie M angeboten. Sie finden in Kooperation mit dem "MIM - Mädchen in Marzahn" e.V., Meridian" - Treff für russlanddeutsche Frauen und "LOTOS" - dem Treff für vietnamesische Frauen und Familien statt.
29.3. um 11.00 Uhr
Eine simulierte Reise ins Traumland.
Ein Workshop zum Thema Emigration in Kooperation mit Meridian
23.4. um 16.00 Uhr
“Wenn Wünsche fliegen!”
Bauen asiatischer Wuschsterne
Workshop in Kooperation mit LOTOS
28.4. um 11.00 Uhr
“Wünsche, Träume, Glück”
Nähen einer Collage
Workshop zum Thema Glück in Kooperation mit LOTOS
BOOMBOX M von Ritsche, Zast und Marien 30.1. - 18.3. 2010
„Boombox M“ Installation und Performance
Vernissage am Samstag, 30.1.2010, 18.00 Uhr
RZM feat Maki/Tagtool (www.tagtool.org)
BOOMBOX M - FINISSAGE
mit einer Performance von
MARIEN/REINER/RITSCHE
Christian Marien - Schlagzeug
Christian Reiner - Stimme
Ritsche Koch - Trompete
17.3.2010, 19h, Performancebeginn um 20h
BOOMBOX M beschäftigt sich mit der Klangwelt, der Architektur und Textur von Orten in Marzahn-Hellersdorf. In zwei begehbaren Boxen kann der Galeriebesucher die verarbeiteten Spuren zu ihrem konkreten Ursprung verfolgen. Thomas Bratzke und Ritsche Koch arbeiten sein 2002 zusammen, Christian Marien kam 2004 dazu. In ihren Performances erforschen sie weltweit auf spielerische Art die verschiedensten öffentlichen Orte. Mit Ausrucksmitteln zwischen Bildender Kunst, Performance und Musik tasten sie vorgefundene urbane Strukturen ab, spiegeln dieses „Rohmaterial“ akustisch und visuell in einem sich immer wieder neu findenden künstlerischen Prozess.
Thomas Bratzke, 1977 in Berlin geboren, studierte zunächst Design und dann Bildhauerei/Freie Kunst an der Kunsthochschule Berlin Weißensee und war 2005/2006 dort Meisterschüler bei Professor Berndt Wilde. Die Arbeiten von Thomas Bratzke sind durch intensive praktische und theoretische Auseinandersetzung mit dem Stadtraum, oft in Verbindung mit Musik und performativen Elementen, geprägt. www.thomasbratzke.com
Ritsche Koch * 05.04.1979 Das Zentrum Ritsche Kochs Schaffens bildet die Verbindung von Musik mit anderen Kunstrichtungen wie z.B. Bildende Kunst, Tanz oder auch Sprache. So brachte ihn das Projekt „Ritsche&Zast“ mit dem bildenden Künstler Thomas Bratzke an verschiedene Orte weltweit. Seine weiteren Tätigkeitsfelder sind zahlreiche Jazzformationen sowie diverse Pop-Projekte wie z.B. „Miss Platnum“, "Seeed" oder „Peter Fox“. Ritsche Koch lebt in Berlin. www.ritschekoch.com
Christian Marien, *1975, lebt seit 2000 in Berlin, studierte Schlagzeug in Amsterdam und Berlin. Als Mitglied zahlreicher Ensembles (Superimpose, The Astronomical Unit, Computerband, Miss Platnum) spielt er Konzerte in Europa und den USA. Ein besonderes Augenmerk gilt der Zusammenarbeit mit Tänzern, Schauspielern und bildenden Künstlern an der Schnittstelle von Musik und anderen künstlerischen Ausdrucksformen. www.myspace.com/christianmarien
"Baltha" Rauminstallation von Rolf Wicker

Ausstellung vom 27.11.2009 - 15.1.2010
Basierend auf realen historischen Architekturformen entwickelte Rolf Wicker für die Galerie M eine einzigartige Skulptur raumfüllenden Ausmaßes. Der Galerieraum als formale Basis stellt sich als architektonische Gegenform der künstlerischen Gestaltung dar und wird zum Bestandteil der Arbeit.
Die Raumskulptur wurde von Rolf Wicker exakt auf den Galerieraum zugeschnitten,
aus unzähligen Platten und anderen Baumaterialien entwirft er ein höchst ästhetisches Objekt an der visuellen Schnittstelle zwischen funktionsorientierter Architektur und zeitgenössischer Skulptur.
Ab dem 22.11.09 haben Besucher täglich die Möglichkeit, den Entstehungsprozess dieser beeindruckenden künstlerischen Gestaltung mitzuerleben. Am 22.11.09 um 18.00 Uhr bietet die Galerie den Besuchern ein Gespräch mit dem Künstler an.
Nach einer handwerklichen Ausbildung zum Steinmetz/Steinbildhauer in Ravensburg studierte Rolf Wicker ab 1990 Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, ab 1993 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee (KHB). 1996 war er Meisterschüler von Prof. Berndt Wilde, 1998 folgte ein Arbeitsaufenthalt in New York. Wicker erhielt zahlreiche Kunstpreise und Stipendien.
Er arbeitet als freier Bildhauer und ist Gastdozent für das Fach Künstlerische Grundlagen an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee.
Vernissage am Freitag, 27.11.2009, 18.00 Uhr
Zur Ausstellung wird Dr. Marc Wellmann vom Georg Kolbe Museum Berlin sprechen.
Adventskonzert in der Galerie:
Sonntag, 29.11.2009, 18.00 Uhr
Franziska Blazey, Gesang
Florian Wessel, Klavier
falscher Hase - oder vom Leben in den Wäldern 1.10.2009 - 12.11.2009
Videos, Objekte, Fotografien
Jil Teichgräber, Ines Kleesattel, Semra Henin, Franziska Meinert
vorgestellt von Thorsten Goldberg
Jenseits theoretischer Architekturanalyse und soziologischen Untersuchungen hinterfragen die Arbeiten von Semra Henin, Jill Teichgräber, Ines Kleesattel, Franziska Meinert und Thorsten Goldberg den öffentlichen, den städtischen Raum. Den Raum Marzahn-Hellersdorfs, Wohnort von ca. 240 000 Menschen.
Die Arbeiten zeigen eine Verwunderung über die oft klischeehafte Außensicht auf den Bezirk, als auch ein Staunen über das für sie überraschend irritierende städtische Idyll der Großsiedlung.
"Plattenspieler" - ein fotografisches Projekt von Joachim Seinfeld 12.7.09 - 20.9.09

„Hier wohne ich.“, „Hier gehe ich jeden Tag mit meinem Hund hin.“, „Diesen Platz kann ich nicht ausstehen.“, „Fotografier mich aus diesem Winkel, von dort unten.“
Das waren Antworten auf die Frage „Wo und wie würdest du dich der Öffentlichkeit präsentieren, wenn du dazu die Möglichkeit hättest?“ Diese Frage wurde vom Künstler Joachim Seinfeld im Rahmen des Projektes „Plattenspieler“ gestellt und visuell umgesetzt.
Die Ergebnisse sind ab dem 12. Juli an Wänden, Boden und Fensterscheiben der Galerie M zu sehen. Beim Projekt „Plattenspieler“ geht es zum einen um die Selbstdarstellung der Portraitierten, zum anderen um deren Verhältnis zu ihrem Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Es wurden BewohnerInnen des Bezirkes an von ihnen ausgewählten Orten fotografiert. Zwei Bilder entstanden: erstens ein Konterfei, zweitens ein Bild vom Ort, an dem der Fototermin stattfand. Neben den Fotografien sind in der Ausstellung auch die Statements der Fotografierten zu ihren gewählten Orten zu lesen.
Während der Dauer der Ausstellung wird Joachim Seinfeld weiter an dem Projekt arbeiten und BewohnerInnen porträtieren.
Alle Fotografien werden in einer Broschüre dokumentiert, die zur Finissage am 20.9.09 ab 18.30 Uhr vorgestellt wird.
"15 sec." 3.5. - 18.6.2009
Ein Auto, eine leere Galerie und 15 Sekunden
Die Autohäuser sind voller neuer Autos, die Parkplätze der Autohändler quellen über. In der Galerie „M“ in Marzahn sieht es ganz anderes aus.
Nur ein einziges Auto ist durch die Glasscheiben zu entdecken. Ist es vielleicht das letzte unverkaufte Exemplar eines besonders erfolgreichen Händlers? Die Wirtschaftskrise lässt keine Ecke der Welt mehr unberührt, sie macht vielen Menschen das Leben schwer oder sogar unerträglich, das sollte die Herausforderung für neue Anfänge und Ideen sein. Im seinem Geburtsland wird die Bedeutung des Automobils, seine Geschwindigkeit in Frage gestellt.
Am 3. Mai um 18.00 Uhr findet eine 15sekündige Aktion der Gruppe Sammlerfamilie / FILOART in der Galerie M statt.
FILOARTFilo (gr. jiloz) derjenige, der liebt Art (lat. ars) Kunst.Auf der Suche nach neuen Wegen in der Kunst, wurde im Jahr 1984 eine Gruppe aus Ideen gebildet. Diese Gruppe nannte sich FILOART. Sie arbeitete interdisziplinär und war anonym. Im Jahr 1989 zersplitterte die Gruppe.In den 1990er-Jahren gründen sich mehrere Gruppen, die das Konzept von FILOART als Grundstein für ihre Arbeit nutzen. Diese Gruppen arbeiten autonom, ihre Themen und Ausdrucksformen sind unterschiedlich. Bis Ende des XX. Jahrhunderts zählt die FILOART Bewegung acht Gruppen: Sammlerfamilie (1991), Psychiatriepatienten (1992), D.N.K.-Dashuria Ndaj Katrorit (1993), L.E.O. (1993), Mrs.Brainwash (1995), U.R.A. (1996), Globalodromia (1996), P.M.S. (1996).
T.W.Blum "Höhlenmenschen" 28.3. - 26.4.2009

Malerei, Videoprojektionen, interaktive Installation, Arbeiten mit Fotoemulsion(T.W.Blum und Caroline Wagner)
SENSOR-Performance am 28.3.2009, 20.00 Uhr
Audiovisuelle Performance von T. W. Blum und The Curators am 28.3.2009, 22.00 Uhr
T. W. Blum (Thomas Wagner) studierte freie Kunst an der Kunsthochschule Weißensee und an der UDK Berlin, Abschluss als Meisterschüler 1997 bei Karl-Heinz Hödicke. Seitdem zahlreiche Gruppen- und Einzelausstellungen, Erasmus-Stipendium am Royal College of Art in London, Karl-Hofer-Stipendium Berlin. Internationale Konzerte u. a. mit den Bands Herr Blum, Sensor und Performanceprojekten. Zurzeit arbeitet er als freischaffender Künstler, Grafiker und Dozent für Kunst, Grafik- und Sounddesign an einer privaten Berufsfachschule in Berlin.
Arbeiten mit Fotoemulsion
Ausgangspunkt war ein vom Berliner Projektfonds kulturelle Bildung gefördertes Projekt, bei dem T. W. Blum mit Hellersdorfer Jugendlichen arbeitete. Der Künstler setzte gemeinsam mit den Jugendlichen einen Prozeß in Gang, bei dem mit komplexen technischen Möglichkeiten spielerisch umgegangen wurde. Gestaltungsmittel der Malerei, Musik, Video und Fotografie wurden wie bei der SENSOR-Performance experimentell in Zusammenhang gebracht. Das Ergebnis waren u. a. Basics für die Performance „Höhlenmenschen“ in der Galerie M. Der entwickelten Konzeption entsprechend, entstand in Zusammenarbeit mit der Berliner Fotografin Caroline Wagner eine Serie von über 100 Portraitfotos von hellersdorfer Jugendlichen, die bei der Performance verwendet werden. Ausgewählte Fotos wurden mittels Fotoemulsion auf Leinwände gebracht und von T. W. Blum übermalt. Dabei wurde der Auftrag der Emulsion schon in den Gestaltungsprozess einbezogen, d. h. es wurde zuerst ein „unsichtbares“ Bild mit Emulsion gemalt, das dem Foto beim Entwickeln seine Form aufprägte. Inhaltlich bezieht sich das Projekt auf einen Songtext von T. W. Blum.
SENSOR-Performance
ist die interaktive Kombination von Fotografie, Videoprojektion, Malerei, Musik und einer MIDI-basierenden-Steuerung, die diese vier Elemente vereint. Töne werden von den Musikern gespielt, erzeugen dabei MIDI -Signale, diese Signale werden in einen Computer eingespeist, und dort Einzelbildern zugeordnet. Aufeinanderfolgende MIDI –Signale ergeben (wie beim Daumenkino) eine Animation syncron zur Musik. Diese Animation wird in Echtzeit mit einem Videobeamer auf eine Leinwand projiziert. Auf Grundlage dieser projizierten Bilder erschafft T. W. Blum ein Gemälde, in dem er mit Acrylfarbe in der Tradition des Action Painting die Projektionen bearbeitet. Die Herangehensweise des Action Painting wird jedoch noch einmal gebrochen, in dem T. W. Blum mit einem Ölfarbblock, der mit einem Drucksensor ausgestattet ist, Midi-Signale auslöst, die ebenfalls Klänge und Bilder ansteuern bzw. verfremden. Auf diese Weise kann man nun mit dem Drucksensor Klänge “malen”. Es entsteht eine Wechselwirkung zwischen gleichzeitig erzeugten Klängen, Projektionen und Pinselstrichen. Hier schließt sich der Kreis, alles steht im Zusammenhang und erzeugt ein multimediales Erlebnis zwischen Malerei, Fotografie, Videoprojektion und Musik. Ein Konzert, ein Action-Painting-Happening – kurz eine Performance.
SENSOR ist ein Performanceprojekt, das Malerei, Fotografie, Videokunst und Musik verbindet.
Alles fließt zusammen, die Grenzen zwischen den Genres verschwimmen. Der technische Fortschritt und die digitale Kommunikation erlauben den ungezwungenen Austausch zwischen den Medien. Alte Strukturen weichen auf, längst ist es nicht mehr wichtig, ob sich ein bestimmtes Kunstwerk in althergebrachte Kategorien fassen lässt. Ein bewegtes Bild wird zum Film, Musik vereint sich mit Fotografie, Malerei trifft auf Videoprojektion. Alles steht im Zusammenhang, ist vernetzt und erschafft reale Erlebnisse in Echtzeit. Von den alten Begrifflichkeiten, passt noch am Besten die Bezeichnung „Performance“ auf das Projekt SENSOR, doch auch die Performance hat innerhalb der Kunstgeschichte ihre Parameter formuliert, die nicht immer auf SENSOR angewendet werden können.
Ausstellung vom 25.1.2009 - 13.3.2009
"Landvermesser K. und Humboldt Landvermesser – HM2"
Ausstellung zum Langzeitkunstprojekt von Klaus W. Eisenlohr und Johann Zeitler im öffentlichen Raum des Bezirkes Marzahn-Hellersdorf
Als Ergebnis der künstlerischen, topologischen Recherche vor Ort in Marzahn-Hellersdorf, präsentieren die beiden Künstler Johann Zeitler und Klaus W. Eisenlohr in der Ausstellung Zeichnungen, Photographien und Videobilder. Die verschiedenen Medien bringen mosaikartig die entstandenen künstlerischen Umsetzungen von Begegnungen, Gesprächen, Wahrnehmungen und Aufzeichnungen zu einem vielgestaltigen Bild vom Bezirk Marzahn-Hellersdorf von Berlin zusammen. Dabei geht es den Künstlern in der Hauptsache um eine Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Raum in dem von ehemaligen „realsozialistischen“ Plattenbauten und Gartenstadt (Einfamilienhaussiedlungen) geprägtem Bezirk. Ein Anliegen unter anderem ist den Künstlern eine Neubewertung der Moderne, des städtischen Raumes, der in Marzahn-Hellersdorf durch Grünflächen, große offene Räume und ungewohnte, große Wegstrecken gekennzeichnet ist – die Verwirklichung der heute wieder aktuellen Utopie der offenen, grünen Stadt.
Die Ausstellung präsentiert in unterschiedlichen Medien unterschiedliche Wahrnehmungen und Reflexionen, die Innensichten, die die Künstler in Begegnungen mit Menschen aus dem Bezirk erfahren haben und ihre (Außen-)Sicht, die sich über den Verlauf von 6 Monaten sehr verändert hat.
Über 6 Monate besuchten die beiden Landvermesser fast täglich den Bezirk, wohnten teilweise auch hier und „vermaßen“ mit unterschiedlichen Mitteln den öffentlichen Raum: zu Fuß, per Fahrrad, mit geodätischem Messgerät, mit Kamera, Mikrofon und GPS Gerät, mit Auto, S-Bahn, U-Bahn und Tram. Die Besuche im Bezirk waren online zu verfolgen und sind hier dokumentiert:
Veranstaltungen innerhalb der Ausstellung:
Mittwoch, 11. Februar 2009, 20.00 Uhr "Urban Research" - ein Sonderprogramm der Directors Lounge (5. - 15.02.09 Media-Art-Festival), kuratiert von Klaus W. Eisenlohr
Mittwoch, 25. Februar 2009, 20.00 Uhr „Stadtrandzone Mitte“ - Künstlerischer Essayfilm von Klaus W. Eisenlohr über den öffentlichen Raum im Großraum Hannover, 16mm
Mittwoch, 11. März 2009, 20.00 Uhrzwischen | stadt | raum - dreikanaliges Videoprojekt über den öffentlichen Raum in der Gropiusstadt Berlin von Johann Zeitler und Klaus W. Eisenlohr
Konzert in der Reihe "die neue brücke"
Sonntag, 15.02.2009 , 16.00 Uhr
Mozart auf der Reise nach Prag, Musik und Dichtung
Andreas Göbel(Klavier)
Jörg-Peter Mahlke(Lesung)
Kurt Dietmar Richter(Moderation)




















