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"Baltha" Rauminstallation von Rolf Wicker

Ausstellung vom 27.11.2009 - 15.1.2010 

Basierend auf realen historischen Architekturformen entwickelte Rolf Wicker für die Galerie M eine einzigartige Skulptur raumfüllenden Ausmaßes. Der Galerieraum als formale Basis stellt sich als  architektonische Gegenform der künstlerischen Gestaltung dar und wird zum Bestandteil der Arbeit.
Die Raumskulptur wurde von Rolf Wicker exakt auf den Galerieraum zugeschnitten, 
aus unzähligen Platten und anderen Baumaterialien entwirft er ein höchst ästhetisches Objekt an der visuellen Schnittstelle zwischen funktionsorientierter Architektur und  zeitgenössischer Skulptur.
Ab dem 22.11.09 haben Besucher täglich die Möglichkeit, den Entstehungsprozess dieser beeindruckenden künstlerischen Gestaltung mitzuerleben. Am 22.11.09 um 18.00 Uhr bietet die Galerie den Besuchern ein Gespräch mit dem Künstler an.

Nach einer handwerklichen Ausbildung zum Steinmetz/Steinbildhauer in Ravensburg studierte Rolf Wicker ab 1990 Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, ab 1993 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee (KHB). 1996 war er Meisterschüler von Prof. Berndt Wilde, 1998 folgte ein Arbeitsaufenthalt in New York. Wicker erhielt zahlreiche Kunstpreise und Stipendien.
Er arbeitet als freier Bildhauer und ist Gastdozent für das Fach Künstlerische Grundlagen an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee.

Vernissage am Freitag, 27.11.2009, 18.00 Uhr

Zur Ausstellung wird Dr. Marc Wellmann vom Georg Kolbe Museum Berlin sprechen.

 

Adventskonzert in der Galerie:
Sonntag, 29.11.2009, 18.00 Uhr

Franziska Blazey, Gesang
Florian Wessel, Klavier

 

falscher Hase - oder vom Leben in den Wäldern 1.10.2009 - 12.11.2009

 

Videos, Objekte, Fotografien

Jil Teichgräber, Ines Kleesattel, Semra Henin, Franziska Meinert

vorgestellt von Thorsten Goldberg

 

Jenseits theoretischer Architekturanalyse und soziologischen Untersuchungen hinterfragen die Arbeiten von Semra Henin, Jill Teichgräber, Ines Kleesattel, Franziska Meinert und Thorsten Goldberg den öffentlichen, den städtischen Raum. Den Raum Marzahn-Hellersdorfs, Wohnort von ca. 240 000 Menschen. 
Die Arbeiten zeigen eine Verwunderung über die oft klischeehafte Außensicht auf den Bezirk, als auch ein Staunen über das für sie überraschend irritierende städtische Idyll der Großsiedlung.

 

"Plattenspieler" - ein fotografisches Projekt von Joachim Seinfeld 12.7.09 - 20.9.09

„Hier wohne ich.“, „Hier gehe ich jeden Tag mit meinem Hund hin.“, „Diesen Platz kann ich nicht ausstehen.“, „Fotografier mich aus diesem Winkel, von dort unten.“

Das waren Antworten auf die Frage „Wo und wie würdest du dich der Öffentlichkeit präsentieren, wenn du dazu die Möglichkeit hättest?“ Diese Frage wurde vom Künstler Joachim Seinfeld im Rahmen des Projektes „Plattenspieler“ gestellt und visuell umgesetzt.

Die Ergebnisse sind ab dem 12. Juli an  Wänden, Boden und Fensterscheiben der Galerie M  zu sehen. Beim Projekt „Plattenspieler“ geht es zum einen um die Selbstdarstellung der Portraitierten, zum anderen um deren Verhältnis zu ihrem Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Es wurden BewohnerInnen des Bezirkes an von ihnen ausgewählten Orten fotografiert. Zwei Bilder entstanden: erstens ein Konterfei, zweitens ein Bild vom Ort, an dem der Fototermin stattfand. Neben den Fotografien sind in der Ausstellung auch die Statements der Fotografierten zu ihren gewählten Orten zu lesen.

Während der Dauer der Ausstellung wird Joachim Seinfeld weiter an dem Projekt arbeiten und BewohnerInnen porträtieren.

Alle Fotografien werden in einer Broschüre dokumentiert, die zur Finissage am 20.9.09 ab 18.30 Uhr vorgestellt wird.

"15 sec." 3.5. - 18.6.2009

Ein Auto, eine leere Galerie und 15 Sekunden

Die Autohäuser sind voller neuer Autos, die Parkplätze der Autohändler quellen über. In der Galerie „M“ in Marzahn sieht es ganz anderes aus.
Nur ein einziges Auto ist durch die Glasscheiben zu entdecken. Ist es vielleicht das letzte unverkaufte Exemplar eines besonders erfolgreichen Händlers? Die Wirtschaftskrise lässt keine Ecke der Welt mehr unberührt, sie macht vielen Menschen das Leben schwer oder sogar  unerträglich, das sollte die Herausforderung für neue Anfänge und Ideen sein. Im seinem Geburtsland wird die Bedeutung des Automobils, seine Geschwindigkeit in Frage gestellt.

Am 3. Mai um 18.00 Uhr findet eine 15sekündige Aktion der Gruppe Sammlerfamilie / FILOART in der Galerie M statt.

 

 

FILOARTFilo (gr. jiloz) derjenige, der liebt Art (lat. ars) Kunst.Auf der Suche nach neuen Wegen in der Kunst, wurde im Jahr 1984 eine Gruppe aus Ideen gebildet. Diese Gruppe nannte sich FILOART. Sie arbeitete interdisziplinär und war anonym. Im Jahr 1989 zersplitterte die Gruppe.In den 1990er-Jahren gründen sich mehrere Gruppen, die das Konzept von FILOART als Grundstein für ihre Arbeit nutzen. Diese Gruppen arbeiten autonom, ihre Themen und Ausdrucksformen sind unterschiedlich. Bis Ende des XX. Jahrhunderts zählt die FILOART Bewegung acht Gruppen: Sammlerfamilie (1991), Psychiatriepatienten (1992), D.N.K.-Dashuria Ndaj Katrorit (1993), L.E.O. (1993), Mrs.Brainwash (1995), U.R.A. (1996), Globalodromia (1996), P.M.S. (1996).

 

 

 

T.W.Blum "Höhlenmenschen" 28.3. - 26.4.2009

Malerei, Videoprojektionen, interaktive Installation, Arbeiten mit Fotoemulsion(T.W.Blum und Caroline Wagner)

SENSOR-Performance am 28.3.2009, 20.00 Uhr
Audiovisuelle Performance von T. W. Blum und The Curators am 28.3.2009, 22.00 Uhr

T. W. Blum (Thomas Wagner) studierte freie Kunst an der Kunsthochschule Weißensee und an der UDK Berlin, Abschluss als Meisterschüler 1997 bei Karl-Heinz Hödicke. Seitdem zahlreiche Gruppen- und Einzelausstellungen, Erasmus-Stipendium am Royal College of Art in London, Karl-Hofer-Stipendium Berlin. Internationale Konzerte u. a. mit den Bands Herr Blum, Sensor und Performanceprojekten. Zurzeit arbeitet er als freischaffender Künstler, Grafiker und Dozent für Kunst, Grafik- und Sounddesign an einer privaten Berufsfachschule in Berlin.

Arbeiten mit Fotoemulsion 
Ausgangspunkt war ein vom Berliner Projektfonds kulturelle Bildung gefördertes Projekt, bei dem T. W. Blum mit Hellersdorfer Jugendlichen arbeitete. Der Künstler setzte gemeinsam mit den Jugendlichen einen Prozeß in Gang, bei dem mit  komplexen technischen Möglichkeiten spielerisch umgegangen wurde. Gestaltungsmittel der Malerei, Musik, Video und Fotografie wurden wie bei der  SENSOR-Performance experimentell in Zusammenhang gebracht. Das Ergebnis waren u. a. Basics für die Performance „Höhlenmenschen“ in der Galerie M. Der entwickelten Konzeption entsprechend, entstand in Zusammenarbeit mit der Berliner Fotografin Caroline Wagner eine Serie von über 100 Portraitfotos von hellersdorfer Jugendlichen, die bei der Performance verwendet werden. Ausgewählte Fotos wurden mittels Fotoemulsion auf Leinwände gebracht und von T. W. Blum übermalt. Dabei wurde der Auftrag der Emulsion schon in den Gestaltungsprozess einbezogen, d. h. es wurde zuerst ein „unsichtbares“ Bild mit Emulsion gemalt, das dem Foto beim Entwickeln seine Form aufprägte. Inhaltlich bezieht sich das Projekt auf einen Songtext von T. W. Blum.

SENSOR-Performance
ist die interaktive Kombination von Fotografie, Videoprojektion, Malerei, Musik und einer MIDI-basierenden-Steuerung, die diese vier Elemente vereint. Töne werden von den Musikern gespielt, erzeugen dabei MIDI -Signale, diese Signale werden in einen Computer eingespeist, und dort Einzelbildern zugeordnet. Aufeinanderfolgende MIDI –Signale ergeben (wie beim Daumenkino) eine Animation syncron zur Musik. Diese Animation wird in Echtzeit mit einem Videobeamer auf eine Leinwand projiziert. Auf Grundlage dieser projizierten Bilder erschafft T. W. Blum ein Gemälde, in dem er mit Acrylfarbe in der Tradition des Action Painting die Projektionen bearbeitet. Die Herangehensweise des Action Painting wird jedoch noch einmal gebrochen, in dem T. W. Blum mit einem Ölfarbblock, der mit einem Drucksensor ausgestattet ist, Midi-Signale auslöst, die ebenfalls Klänge und Bilder ansteuern bzw. verfremden. Auf diese Weise kann man nun mit dem Drucksensor Klänge “malen”. Es entsteht eine Wechselwirkung zwischen gleichzeitig erzeugten Klängen, Projektionen und Pinselstrichen. Hier schließt sich der Kreis, alles steht im Zusammenhang und erzeugt ein multimediales Erlebnis zwischen Malerei, Fotografie, Videoprojektion und Musik. Ein Konzert, ein Action-Painting-Happening – kurz eine Performance.
SENSOR ist ein Performanceprojekt, das Malerei, Fotografie, Videokunst und Musik verbindet.
Alles fließt zusammen, die Grenzen zwischen den Genres verschwimmen. Der technische Fortschritt und die digitale Kommunikation erlauben den ungezwungenen Austausch zwischen den Medien. Alte Strukturen weichen auf, längst ist es nicht mehr wichtig, ob sich ein bestimmtes Kunstwerk in althergebrachte Kategorien fassen lässt. Ein bewegtes Bild wird zum Film, Musik vereint sich mit Fotografie, Malerei trifft auf Videoprojektion. Alles steht im Zusammenhang, ist vernetzt und erschafft reale Erlebnisse in Echtzeit. Von den alten Begrifflichkeiten, passt noch am Besten die Bezeichnung „Performance“ auf das Projekt SENSOR, doch auch die Performance hat innerhalb der Kunstgeschichte ihre Parameter formuliert, die nicht immer auf SENSOR angewendet werden können.

 

 

Landvermesser K. und Humboldt Landvermesser HM2

Blick in die Ausstellung

Ausstellung vom 25.1.2009 - 13.3.2009

"Landvermesser K. und Humboldt Landvermesser – HM2"
Ausstellung zum Langzeitkunstprojekt von Klaus W. Eisenlohr und Johann Zeitler im öffentlichen Raum des Bezirkes Marzahn-Hellersdorf

Als Ergebnis der künstlerischen, topologischen Recherche vor Ort in Marzahn-Hellersdorf, präsentieren die beiden Künstler Johann Zeitler und Klaus W. Eisenlohr in der Ausstellung Zeichnungen, Photographien und Videobilder. Die verschiedenen Medien bringen mosaikartig die entstandenen künstlerischen Umsetzungen von Begegnungen, Gesprächen, Wahrnehmungen und Aufzeichnungen zu einem vielgestaltigen Bild vom Bezirk Marzahn-Hellersdorf von Berlin zusammen. Dabei geht es den Künstlern in der Hauptsache um eine Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Raum in dem von ehemaligen „realsozialistischen“ Plattenbauten und Gartenstadt (Einfamilienhaussiedlungen) geprägtem Bezirk. Ein Anliegen unter anderem ist den Künstlern eine Neubewertung der Moderne, des städtischen Raumes, der in Marzahn-Hellersdorf durch Grünflächen, große offene Räume und ungewohnte, große Wegstrecken gekennzeichnet ist – die Verwirklichung der heute wieder aktuellen Utopie der offenen, grünen Stadt.
Die Ausstellung präsentiert in unterschiedlichen Medien unterschiedliche Wahrnehmungen und Reflexionen, die Innensichten, die die Künstler in Begegnungen mit Menschen aus dem Bezirk erfahren haben und ihre (Außen-)Sicht, die sich über den Verlauf von 6 Monaten sehr verändert hat.

Über 6 Monate besuchten die beiden Landvermesser fast täglich den Bezirk, wohnten teilweise auch hier und „vermaßen“ mit unterschiedlichen Mitteln den öffentlichen Raum: zu Fuß, per Fahrrad, mit geodätischem Messgerät, mit Kamera, Mikrofon und GPS Gerät, mit Auto, S-Bahn, U-Bahn und Tram. Die Besuche im Bezirk waren online zu verfolgen und sind hier dokumentiert:

www.landvermesser.org


 

Veranstaltungen innerhalb der Ausstellung:

Mittwoch, 11. Februar 2009, 20.00 Uhr "Urban Research" - ein Sonderprogramm der Directors Lounge (5. - 15.02.09 Media-Art-Festival), kuratiert von Klaus W. Eisenlohr
Mittwoch, 25. Februar 2009, 20.00 Uhr „Stadtrandzone Mitte“ - Künstlerischer Essayfilm von Klaus W. Eisenlohr über den öffentlichen Raum im Großraum Hannover, 16mm
Mittwoch, 11. März 2009, 20.00 Uhrzwischen | stadt | raum - dreikanaliges Videoprojekt über den öffentlichen Raum in der Gropiusstadt Berlin von Johann Zeitler und Klaus W. Eisenlohr

Konzert in der Reihe "die neue brücke"
Sonntag, 15.02.2009 , 16.00 Uhr
Mozart auf der Reise nach Prag, Musik und Dichtung
Andreas Göbel(Klavier)
Jörg-Peter Mahlke(Lesung)
Kurt Dietmar Richter(Moderation)