
03.12.2011 - 13.01.2012
gemalt und belichtet
Andrea Wallgren & Peter Leske
Vernissage:
Sonnabend, 3. Dezember 2011, 17 Uhr
Laudatio: Kristian Jarmuschek
Musik: AJA
Öffnungszeiten
Mo - Fr 10 - 18 Uhr
an den Feiertagen geschlossen


17.10. - 25.11.2011
Sergej A. Dott
apokalyptische gärten
Fotografie l Skulptur l Installation
Vernissage
Sonnabend, 15.10.2011, um 18 Uhr
12.08. - 29.09.2011
"Unruhig ist unser Herz ..."
Christliche Motive in der Bildenden Kunst der DDR - Auftrag und Selbstauftrag
Austellung des Zentrums für Kultur und Zeitgeschichte Berlin
Vernissage
Freitag, 12.08.2011, 11 Uhr
Eröffnung: Dagmar Pohle
Musik: Arnim Thalheim
Führungen durch die Ausstellungen jeden Mittwoch 14 Uhr und nach Vereinbarung:
Dr. Kuno Schumacher, Kunsthistoriker und Kurator
Anmeldungen unter 030-93022832 oder sekretariat(at)bbb-verein.de

Die Ausstellung berichtet von der Kraft des metaphorischen Realismus. Eine Bildauswahl wird präsentiert, die das Fortwirken christlicher Bildmotive in der Auftragskunst der DDR wie im Schaffen im Selbstauftrag vorstellt. Die Themenstellung ist neu, da sie scheinbar zusammenführt, was sich gegenseitig ausschließt.
Die ausgestellten Gemälde und Grafiken, vermehrt um Einzelbeispiele der Skulptur und Plastik, machen deutlich, dass auch in der DDR nicht nur das religiöse Bekenntnis lebendig war, sondern christliche Überlieferung solche Kraft entfaltete, dass Künstler privat wie im Auftrag sich davon in ihren Bildfindungen inspirieren ließen.
Diese tausendjährige Bildfindung ist von solcher Wirkungsmacht und Eigenart, dass sie alle gesellschaftlichen Brüche überlebte, die Empfindungsspektren der Menschen, ungeachtet ihrer sozialen Stellung, in einer kodifizierten Welt der Sicht- und Sehweisen definierte und im zeitgeschichtlichen Kontext wirksam werden ließ. Vom überzeugten Marxisten bis zum bekennenden Christen sind in der Ausstellung Künstler vereint, die über Anschauungsgrenzen hinweg eines gemeinsam haben: das Bekenntnis zur Wirklichkeit und Mitverantwortung.
Die Kriegs- und Nachkriegsgenerationen, die Ausbildungsstätten Leipzig, Dresden, Halle und Berlin mit ihren Künstlern sind hier vertreten: Tübke, Mattheuer, Heisig, Cremer, Balden, Förster, Makolies, Metzkes, Morgner, Rink, Stelzmann, Wolk, Ziegler aber auch zu Unrecht in den Hintergrund des Interesses getretene Künstler. Viele erhielten große öffentliche Anerkennung. Zum vollständigen Bild über die Kunstlandschaft DDR gehören aber ebenso die Künstlerpersönlichkeiten, die an den Rand gedrängt, in der öffentlichen Darstellung ihres Schaffens, in ihrer Entwicklung benachteiligt waren.

20.06. - 05.08.2011
Lutz Beckmann
Malerei und Grafik
Vernissage
Sonntag, 19.06.2011, 18 Uhr

17.04. - 10.06.2011
15 Jahre
Künstlerinitiative Marzahn-Hellersdorf
Vernissage
am 17.04.2011 um 17 Uhr
Die Künstlerinitiative Marzahn-Hellersdorf ist etwas Besonderes. Seit 15 Jahren treffen sich Künstlerinnen und Künstler verschiedener Genre, um zu einem Thema gemeinsam auszustellen. Malerei, Grafik, Fotografie, Film, Video, Textilkunst, Installationen, Keramik, Bildhauerei, aber auch das geschriebene Wort in Lyrik und Prosa finden in den Expositionen ihren Platz. Studierte Kollegen stellen gemeinsam mit Autodidakten aus. Für viele war und ist Marzahn-Hellersdorf Wohn- oder Arbeitsmittelpunkt, Künstlerfreunde und Kollegen wurden dazugeladen.
Die offene Struktur der Initiative ist offensichtlich ein Garant ihrer Vitalität. In 15 Jahren hat sie mehr als 15 gemeinsame Ausstellungen auf den Weg gebracht. Zum Jubiläum wurden alle, die jemals mit dabei waren, eingeladen, ein schon einmal ausgestelltes Werk zusammen mit einem neu geschaffenen zu präsentieren. 54 Künstlerinnen und Künstler haben sich darauf eingelassen. Retrospektive und aktuelle Positionierung treten in Resonanz zueinander und ergeben ein lebendiges Bild künstlerischen Schaffens, hier in unserem Bezirk. Eine gute Art ein Jubiläum zu begehen. Herzlichen Glückwunsch.
Sonntag, 15.05.2011 um 17 Uhr
Lesung mit Musik
in der Ausstellung
Gerd Adloff / Inka Engmann / Margarete Groschupf / Cordula-Undine Tchorrek
Improvisationen am Flügel: Susanne Stelzenbach
26.03. - 08.04.2011
FremdARTig - EinzigARTig
Fotoprojekt
Eröffnung
am 26.03.2011 um 15 Uhr
im Rahmen von kultour à la carte
Während des Fotoprojektes ‚FremdARTig – EinzigARTig’ – angeleitet von Marcel Henniger, Fototutor der Alice-Salomon Hochschule und Daniel Gampp vom Zentrum für Politik, Kultur und Forschung e.V. – begaben sich Schülerinnen und Schüler der Melanchthon-Schule Berlin-Hellersdorf im Rahmen ihres Kunstunterrichtes spielerisch auf den Weg nach dem Fremden und Besonderen in sich selbst. Dabei gestalteten und verfremdeten sie eigene Portraitfotos mit Hilfe digitaler Bildbearbeitung nach ihren fantasievollen Vorstellungen. Die Ausstellung zeigt nun die Ergebnisse dieser Suche in der Schatzkammer der Pyramide.
12.03. - 07.04.2011
Experiment KUNST Experiment
Ausstellung
der 15. Marzahn-Hellersdorfer Kunstwerkstätten
Eröffnung
am 12.03.2011 um 11 Uhr
Nun bereits zum 15. Mal luden die Marzahn-Hellersdorfer Kunstwerkstätten im Januar 2011 zum Thema „EXPERIMENTKUNSTEXPERIMENT“ Schüler und Schülerinnen aller bezirklichen Schulen eine Woche lang zum konzentrierten kreativen Arbeiten ein.
Auf Grund der positiven Erfahrungen aus der Vergangenheit kamen aus 18 Grund-, Sonder-, Sekundarschulen und Gymnasien über 165 kunstinteressierter Kinder und Jugendlicher, um an den Werkstätten teilzunehmen.
Junge Leute unterschiedlicher Altersstufen arbeiteten in 12 Projekten, experimentell und kreativ. Die angebotenen Werkstatt-Themen und –Techniken waren sowohl traditioneller, wie Ölmalerei und Plastisches Gestalten, als auch neuerer Art, z.B. der Street-Art, wie Stencils oder Paste-Up.
Einige der Kunstlehrerinnen arbeiten seit vielen Jahren bei den Werkstätten mit, haben sie zum Teil sogar mit aus der Wiege gehoben. Es gibt aber auch eine Reihe neuer Lehrer, die es spannend finden, solche Projekte mit zu realisieren.
Sonnabend, 26.03.2011
16:30 Uhr Lesung & Musik & Bilder
im Rahmen von kultour à la carte
Vio Mütter liest aus ihrem unveröffentlichten Manuskript
Der Schäfer, seine kleine Wildsau und ihre gemeinsamen Eltern
ein Jugendroman
Emil, ein Großstadtkind, möchte Schäfer werden. Dieser Wunsch schlängelt sich als Roter Faden durch den Roman. Mit neun spricht Emil ihn das erste Mal aus:„Mama, wenn ich groß bin, werde ich Schäfer.“ Mit elf trägt Emil einen roten Irokesen zu schwarzen Doc Martens und hält an seinem Berufswunsch fest. “Na und, dann werde ich halt Punkerschäfer”, erklärt er kurzum der Mutter.
Als Emil dreizehn wird, entdeckt er im Internet Schäfermeister Tiger. An den künftigen Wochenenden und in den Ferien werden Tigers Schäferei, Wald und Wiesen Emils zweites Zuhause, egal ob es stürmt, blitzt, in Bindfäden regnet oder ob es bis zum Bauchnabel schneit.

05.02. - 05.03.2011
Hingucker 2>: Kinder fotografieren interberlinisch
Bilder eines Austausches zwischen Ost und West
Vernissage
am 5.2.11 um 14 Uhr mit den Black Cats u.a.
Schirmherrschaft:
Bezirksbürgermeisterin von Marzahn-Hellersdorf Dagmar Pohle
Bezirksbürgermeister von Tempelhof-Schöneberg Ekkehard Band
Umgesetzt vom Kinder- und Jugendbüro Marzahn-Hellersdorf im HVD und der Fotografin Gab Kiess
Die diesjährigen Hingucker2> aus Marzahn-Hellersdorf und Schöneberg besuchten sich gegenseitig und haben ihre Kindersichten und (Fremd-)Eindrücke mit der Kamera festgehalten.
Die dabei entstandenen fotografischen Hingucker2> zeigen die unterschiedlichen Kinderwelten im Kosmos Berlins - eine interberlinische Begegnung von Ost und West.
Die Hingucker 2> waren: die Kids aus der Villa Pelikan (Hellersdorf) und der Ganztagsbetreuung `Grunewaldstr. 77´ der GS am Barbarossaplatz (PFH) (Schöneberg) im Sommer; die Mädchen des Kinderkellers (Marzahn) und des Café Pinks (Schöneberg) im Herbst. Begleitet wurden sie von der Fotografin Gab Kiess.
22.12.2010 - 28.1.2011
GEMEINSAME SACHE
Malerei Grafik Keramik
Ausstellung der Teilnehmer
der Kurse von Kathrin Preuß
Vernissage
am Donnerstag, den 06. Januar 2011, 17 Uhr
Heute Abend: LOLA BLAU
Ein Musical für eine Schauspielerin von Georg Kreisler
Premiere
Donnerstag, 9.12.2010, 19 Uhr
Vorstellungen am
Freitag, 10.12.2010, 12 Uhr - für Oberschüler
Sonnabend, 11.12.2010, 18 Uhr
Sonntag, 12.12.2010, 15 Uhr - für Senioren
Heute Abend: LOLA BLAU ist eine ernste Komödie- ein "Ein-Frau-Musical" der Sonderklasse vom berühmten Meister des schwarzen Humors mit vielen gefühlvollen, dabei oft auch komischen Songs.
Georg Kreisler schrieb das Musical 1971 und es wurde schnell zu einem viel gespieltem Erfolgsstück. Die Lebensgeschichte der Kabarettsängerin Lola Blau, erzählt ein Schicksal, das für viele des 20. Jahrhunderts steht und in seiner Aussage bis heute nichts an Gültigkeit verloren hat. Lola ist begabt und ehrgeizig, mal kompromisslos und mal nicht, mal ist sie der Liebling von Direktoren und Publikum, mal nicht. Kurz: Sie ist dabei, sich ins Leben und ihre Karriere zu stürzen, als singende Schauspielerin. Aber schon muss sie vor den Nazis nach Amerika flüchten; sie hatte fast vergessen, dass sie Jüdin ist. In Amerika wiederholt sich vieles, Anpassung und Konsequenz nun im harten Show-Geschäft - und dann, zurück in Wien, wiederholt sich fast alles noch einmal, denn niemand möchte an Geschehenes erinnert werden.
In einer audiovisuellen Einheit von Film und Theater inszeniert Mathias J. Blochwitz Georg Kreislers berühmtes Musical, nun auch im Ausstellungszentrum Pyramide in Hellersdorf. Angelika Warning interpretiert ausdrucksstark die facettenreiche Innenwelt der "Lola Blau". Henrik Kairies, dem auch die musikalische Leitung obliegt, unterstützt sie am Klavier mit Temperament, aber auch mit der nötigen Sensibilität.

04.11. - 30.11.2010
Sehnsuchtsorte
Manfred Heinze - Funktionale Skulpturen
Martin Stützle - Arbeiten auf Papier
Vernissage
Donnerstag, 04.11.2010 um 19 Uhr
Laudatio: Bettina Lukacevic
04.10. - 29.10.2010
4. MANGA-ART-AUSSTELLUNG
Wettbewerb I Ausstellung I Workshops
Vernissage
Montag, 4. Oktober 2010, 18 Uhr
22.08. - 17.09.2010
EINE VILLA FÜR ALLE
Die Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung VILLA PELIKAN präsentiert sich

15.07. - 13.08.2010
House of Hope
Malerei und Skulptur aus Uganda
Moud Kasirivu + Sabiti Matovu
Projekt in Zusammenarbeit mit dem Europa-Institut für Soziale Arbeit Berlin
Vernissage:
Donnerstag, 15. Juli 2010, um 17 Uhr
In dem Projekt House of Hope engagieren sich afrikanische Künstler für obdachlose Straßenkinder in Kampala, Uganda. Es bietet Schutz, Nahrung, Kleidung, medizinische Fürsorge und vor allem Bildung und künstlerische Anleitung
Die Bilder der Ausstellung stehen zum Verkauf.
Der Erlös fließt in das Projekt.




04.06. - 09.07.2010
hautnah
Gesichter der Welt
Fotografien von Bernd Hahlweg
Vernissage:
Donnerstag, 03.06.2010, 19 Uhr
Musik: Jens Seidenfad, Akkordeon
Menschen zwischen Lima und Schanghai – mit der Kamera nah aufgefasst, die Porträts meist größer als die Gesichter der Betrachter, aufgenommen von Bernd Hahlweg, seinerzeit schreibender und fotografierender Reporter der Jungen Welt, der NBI und Chefreporter von DAS MAGAZIN, heute freischaffend.
In den letzten 20 Jahren bereiste er die halbe Welt, wo er fremden Mentalitäten von Landschaften, Orten und besonders den Menschen nachging. In den fotografierten Gesichtern und Szenen wechseln Ernst, suggestive Kraft, Geheimnis, Nähe, Humor. Der Fotograf erweist sich als sensibler Beobachter des immer wieder Anderen, des anfänglich Fremden. Ein Gespräch mit den Augen, um Verständnis werbend für ein Porträt, für ein Abbild eines Charakters. So ist Bernd Hahlweg seinen Protagonisten mit der Kamera erstaunlich nah gekommen: hautnah. Zur Vernissage am 3. Juni wird der Akkordeonist Jens Seidenfad Weltmusik spielen, an den Bildern mit seinem Akkordeon entlang wandern und sie mit Melodien der jeweiligen Länder begleiten.




29.03. - 07.05.2010
HORIZONT
Marzahn-Hellersdorfer Künstlerinitiative
Sonntag, 25.04.2010 um 17 Uhr
Lesung und Künstlergespräch in der Ausstellung
Literaten der Marzahn-Hellersdorfer Künstlerinitiative lesen Kurzprosa und Lyrik: Inka Engmann, Gerd Adloff, Peter Wawerzinek und Cordula-Undine Tchorrek, musikalisch umrahmt von Improvisationen am Flügel von Susanne Stelzenbach. Danach wird zum moderierten Gespräch eingeladen.
"Was, bitte schön, ist eine Künstlerinitiative, warum der regionale Bezug zu einem Ort, der vorrangige Bezüge zu künstlerischen Schaffen nicht gerade zwangsläufig herstellt? Warum arbeitet man wie? Wie groß ist ein Markt für Dinge ohne Gebrauchswert? Und wenn schon, Konvention vs. Innovation, All_ein_stellung oder interdisziplinärer Kollektivismus?" (Andreas Poppmann)
Das Publikum und die Künstler gehen einen Dialog ein, in dem Antworten versucht werden, der aber möglicherweise mehr Fragen aufwirft, als er beantwortet. Seit 14 Jahren gibt es die Künstlerinitiative. Nächstes Jahr ist Jubiläum. Wie soll es weitergehen? Retrospektive oder Umbruch. Auch das wird sicher Thema sein am Sonntag bei uns in der Pyramide. Sie sind herzlich eingeladen.



POSTKUNST-KUNSTPOST
Firchau, Graufeld, Joswig, Krause, Rehfeldt, Schmidt, Stützle, Wawerzinek, Wiemann und Freunde
27.02.10 – 20.03.10
Mo.-Fr. 10-18 Uhr; Eintritt frei
Vernissage am Samstag, den 27. Februar um 18. Uhr
Intro: Krause und Graufeld


Sie alle sind seit Jahren befreundet, ein Berg von Postkarten quillt über, Dokumentation eleganter Fingerspiele, überschäumenden Esprits. Nun wird sortiert, an die Wand gehängt. Die Raffinesse der geschnippelten Sätze, die geklebt wurden, hat Methode, hat Tradition. Vorläufer der Idee mag Monet gewesen sein, der seine Bettelbriefe mit Malerei umrandete oder George Grosz, der große Dadaist.
„Unsere Ideen helfen anderen Ideen“, „Diese Karte teilt Ihnen meine Gedanken mit, denken Sie weiter!“, so Robert Rehfeld, der Anfang der siebziger Jahre ein weitreichendes Kontaktnetz zwischen Ost- und Westeuropa, den USA und Lateinamerika durch künstlerisch gestaltete Postkarten aufbaute.
Post soll ja auch ein Vervielfältigungssystem von Ideen sein, jeder, der sie unterwegs in die Hand nimmt, knabbert ein bisschen Geist ab und wird sich am Widerstand laben. Was für ein subversives Breitenstreuprinzip: 150 Postkarten verschickte der Fotograf Krause früher zum Jahreswechsel. Ein alter Heiliger mit Bart und schütterer Brust: „Buy before I die!“.
Das war schon klar und kam trotzdem an: Auf einer Postkarte 1986 die Mauer im Wedding: „Erich, rück den Schlüssel raus!“ Aber auch hintergründige Kostbarkeiten von großem ästhetischen Wert: ein getuschtes Ruderboot auf Silber mit einem Rudel oder Stocher, der Mond spiegelt sich in den Fahrrillen des Wasser... Romantischer könnte es nicht sein, eine Kahnfahrt für Verliebte, nein, dort steht ja nur einer, und das Boot gleitet von einer Gegenwart zur anderen, von hier zum Hades. Wer weiß, ob wir schon tot sind, aber bei diesem Bild werden wir getröstet. Wenn eine Milchpackung zerschnitten wird, passt die Briefmarke auf das Silber der Rückseite und dann merkt auch jeder, dass es mit Recycling nichts auf sich hat. „Wir sind damit groß geworden, allem zu misstrauen,“ so Poppmann alias Graufeld.
Interne Kommunikation, echte Mitteilungen sind es, die sich gegen Mediensätze retten: ironisch, verspielt, immer wieder zu sich selbst zurück findend. Gleich blödelt es sich intellektuell voran, „Ich muss an der Metrik arbeiten, so kann’s nicht weitergehen“, ein paar Weinetiketten dazu, und schließlich ein Marx-Zitat über die Überheblichkeit des Intellektuellen, die von der Praxis Lügen gestraft wird – was halt so drauf steht auf den Sachen … vielleicht.



11.01. - 12.02.2010
Hingucker
Kinder und Jugendliche portraitieren sich und ihren Bezirk Marzahn-Hellersdorf
FOTOAUSSTELLUNG
Als Hingucker zogen 14 Kids zusammen mit der Fotografin Gab Kiess im Feriensommer 2009 um den Block, guckten hin und bannten sich und ihre Lieblingsplätze aufs Foto. Ihre Perspektive zeigt ein Leben zwischen Urbanität und grünem Kinderland, Verspieltheit und Ernst, Spontanem und Inszeniertem.
&
Wir über uns
Fotoprojekte der Villa Pelikan
Innerhalb des Jugendmedienprojektes "Wir über uns" agieren Kinder und Jugendliche vor und hinter der Kamera. Mit Texten, Klängen und Bildern bringen sie dabei kreativ ihr Lebensgefühl zum Ausdruck.
Vernissage: Sonnabend, 09.01.2010 um 11 Uhr




Anne Frank - eine Geschichte für heute
Ausstellung des Anne-Frank-Zentrums Berlin
18.11.2009 - 04.01.2010
Mo-Fr 10 - 18 Uhr
und nach Vereinbarung
EINTRITT FREI
An den Feiertagen bleibt die Ausstellung geschlossen.
„Anne Frank – eine Geschichte für heute“ ist die deutschsprachige Version der internationalen Wanderausstellung des Anne-Frank-Hauses in Amsterdam. Weltweit wurde diese Ausstellung bereits von mehreren Millionen Menschen in über 32 Ländern besucht.
Anne Franks Lebensgeschichte und ihr Tagebuch stehen im Mittelpunkt der Ausstellung. Die persönlichen Geschichten von Anne Frank, ihrer Familie und den Helferinnen und Helfern werden anhand vieler Bilder, Dokumente und Zitate nachvollziehbar. Die Ausstellung regt an, sich mit grundsätzlichen gesellschaftlichen Fragen, mit Menschenrechten und Demokratie auseinender zu setzen. Die Besucherinnen und Besucher werden herausgefordert, über Unterschiede und Parallelen zwischen Gestern und Heute nachzudenken.
Zum Konzept der Ausstellung gehört, eine Begleitung der v. a. jugendlichen Besuchergruppen und Schulklassen durch Jugendliche, die im Vorfeld zu Ausstellungsbegleitern
ausgebildet wurden
Gruppen, die an dieser Begleitung Interesse haben, melden sich bitte unter der Telefonnummer 030-90293-4132 oder der email ausstellungszentrumpyramide@web.de an.
„Man hat sich hierzulande daran gewöhnt..." – Antisemitismus in Deutschland heute
Ausstellung der Amadeu.Antonio-Stiftung, Berlin
01.12. - 30.12.2009
in der Pyramiden-Spitze
Die Wanderausstellung informiert über die Gefahren und Bedrohungen durch aktuellen Antisemitismus. Um die Wahrnehmung für dieses Problem in der Bevölkerung zu schärfen, wird die Alltäglichkeit des Antisemitismus aufgezeigt. Die Ausstellung thematisiert jedoch auch neue Formen von Antisemitismus wie beispielsweise den islamistischen Antisemitismus. Ein wichtiger Aspekt der Ausstellung ist die Frage, was man konkret gegen Antisemitismus unternehmen kann. So können beispielsweise Schülerinnen und Schüler eine öffentliche Aktion organisieren, mit der sie auf antisemitische Vorfälle in ihrer Stadt aufmerksam machen.
Die Ausstellung ist bis heute in mehr als 30 deutschen Städten gezeigt worden und kann bundesweit ausgeliehen werden. Ermöglicht wurde sie durch Förderungen der Freudenberg Stiftung, der Hans Böckler Stiftung, der Dr.-Hildegard-Hansche-Stiftung und dem Bündnis für Demokratie und Toleranz.

Veranstaltungshinweis:
Im Rahmen der Ausstellungen liest
am Dienstag, dem 08.12.2009, um18 Uhr
Salomea Genin aus ihrer Autobiografie
„Ich folgte den falschen Göttern“.
Der Eintritt ist frei
1932 als Kind polnisch-russischer Juden in Berlin-Wedding geboren, floh Salomea Genin im Mai 1939 mit ihrer Familie vor den Nationalsozialisten nach Australien. 1951 kam sie als Mitglied er australischen Delegation zu den Weltfestspielen der Jugend und Studenten nach Ost-Berlin und war von der DDR begeistert. Sie verließ Australien, um in der DDR ein besseres, antifaschistisches Deutschland aufzubauen, erhielt aber keine Aufenthaltserlaubnis in der DDR. So blieb Salomea Genin zunächst in West-Berlin und zeitweise in England, bevor sie 1963 offiziell nach Ost-Berlin übersiedeln durfte. In West-Berlin hatte sie begonnen, als Informantin für das Ministerium für Staatssicherheit der DDR zu arbeiten. Diese Tätigkeit setzte sie dann in der DDR fort. 1982 erkannte Salomea Genin: Statt zu helfen, die Welt zu verbessern, arbeitete sie für einen Polizeistaat. Sie brach mit der Stasi und wollte sich das Leben nehmen. Erst im Mai 1989 fand sie die Kraft, auch aus der SED auszutreten.
Nach dem Bericht "Scheindl und Salomea" (Frankfurt/Main 1992), in dem Salomea Genin die Geschichte ihrer Großeltern in Lemberg/Galizien, das bewegte Leben ihrer Mutter und ihre eigene Kindheit im nationalsozialistischen Berlin nachzeichnet, beschreibt die Autorin in diesem Buch ihre eigene Lebensgeschichte



07.10.- 11.11.2009
BLICK ZURÜCK
Fotografien 1985-1995
Georg Krause, Ute Maler, Jürgen Nagel, Barbara Noculak
Mittwoch
07.10.2009
19.00 Uhr
Vernissage
Mittwoch
11.11.2009
18.00 Uhr
Finissage BLICK ZURÜCK
Jürgen Nagel liest
aus der Kurzprosa-Sammlung
"Das Mauer-Syndrom"

20.07. - 15.08.2009
SICHTWEISEN
Bilder und Objekte
von Andreas Noack
Vernissage
am Freitag, 17.07.2009, um 18 Uhr
Laudatio
Bernd Heimberger
Musik
Manfred Dierkes

Lebenslauf Andreas Noack
1944 geboren in Bärwalde
1966 – 71 Studium der Philosophie und Informationswissenschaften an der
Humboldt-Universität Berlin
1975 Promotion zum Dr.phil. tätig als Methodiker, Wissenschaftlicher
Bibliothekar Dozent, Soziologe, Projektleiter, Kulturdirektor, Galerist
1982 Mitglied im Mal- und Zeichenzirkel bei Karl-Heinz Urban
1989 Kursleiterprüfung
1990 - 97 Leitung des Mal- und Zeichenzirkels in Berlin-Mitte
seit 1998 Mitglied in der Künstlerinitiative Marzahn/Hellersdorf
seit 2006 Leitung des Malkurs im Schloss Biesdorf
seit 1988 32 Einzelausstellungen in Berlin, Brandenburg Bayern und
Mecklenburg-Vorpommern
seit 1983 Teilnahme an 55 Gruppenausstellungen und Pleinairs in Berlin,
Brandenburg Sachsen, Tschechien, Polen und Mecklenburg-
Vorpommern
seit 1982 Werke in kommunalen und privaten Sammlungen in Deutschland,
Österreich, Polen, Australien, USA
Wohnatelier Lea-Grundig-Str. 74, 12687 Berlin, Tel.: 030/9313740





12.06. - 10.07.2009
marcana
eine urbane Untersuchung
Bernadette Schroeger
Friederike Krusche
Malerei und Grafik
VERNISSAGE
am Freitag, dem 12.06.2009, um 19 Uhr
Rede: Dr. Gunter Nimmich
Musik: Trio Vagabond's Heart
In dem Projekt marcana beziehen sich die Künstlerinnen Friederike Krusche und Bernadette Schroeger auf die vorhandene Architektur des Stadtteils Marzahn, die starken Kontraste die dieser Stadtteil bietet, die alte Substanz, die Architektur, der nachwendliche Umbruch. Sie spüren nach und kommen zu eigenen Imaginationen: Fragmente, harte vertikale und horizontale Schnitte mit einer schillernden Strahlkraft, die den Kontrastreichtum noch unterstreichen. In malerisch – symbolischer Zeichensprache wird originär und eindrucksvoll diese Geschichte der Gegenwart reflektiert.
08.02. - 28.05.09
"Ich habe nicht gewartet. Ich habe gelebt."
Josep Renau (1907 Valencia - 1982 Berlin)
Valencia - Mexiko - Berlin

Das Leben und Schaffen des spanischen Malers und Fotomonteurs Josep Renau war geprägt von den großen Auseinandersetzungen des 20. Jahrhunderts.
Seine Lebensstationen und – wie er es selbst formulierte – auch sein Herz waren dreigeteilt: das erste Drittel seines Lebens verbrachte er in seinem Mutterland Spanien, nach der Niederlage der Spanischen Republik und dem Sieg Francos 1939 emigrierte Renau nach Mexiko. Nach fast 20 Jahren mexikanischen Exils siedelte er im Jahre 1958 in die DDR über, in sein Vaterland, wie er es einmal bezeichnete. Hier lebte er zunächst in Berlin-Karlshorst, später in Berlin-Mahlsdorf bis zu seinem Tod 1982.
Die Ausstellung präsentiert eine Fülle von Material zum Leben und Schaffen Renaus, darunter auch ein Dutzend in diesem Jahr geführte Film-Interviews mit Kollegen, Schülern, Familie und Freunden. Zur Ausstellung wird ein Veranstaltungsprogramm angeboten.
Mit Unterstützung von Fachbereich Kultur Marzahn-Hellersdorf und des Bezirkskulturfonds Marzahn-Hellersdorf sowie:
Kupferstichkabinett Staatliche Museen zu Berlin Instituto Cervantes Berlin Instituto Valencia deArte Moderno Fundació Josep Renau DFF Archiv Spanische Botschaft




07.12.08 – 30.01.09
"local"
Aktuelle Positionen Bildender Kunst und Literatur
Ausstellung der Marzahn-Hellersdorfer Künstlerinitiative
Vernissage
am Sonntag, dem 07.12. um 18 Uhr
Lesung und Musik in der Ausstellung
am Freitag, dem 09.01.09 um 18 Uhr
Es lesen
Gerd Adloff, Inka Engmann, Margartete Groschupf, Cordula-Undine Tchorrek, Peter Wawerzinek
Musik Manfred Dierkes, Gitarre
Beiteiligte Künstler:
Gerd Adloff, Christel Bachmann, Hartmut Bandlow, Stefanie Becker, Lutz Beckmann, Wolfgang Brock, Nana Dahler, Barbara Ehnold, Barbara Endler, Ingrid Engmann, Inka Engmann, Rainer Gerson, Ruth Gordon, Margarete Groschupf, Clemens Gröszer, Sven-Karsten Kaiser, Andreas Kleffel, Antje Krüger, Friederike Krusche, Georg Krause, Gisela Kurkhaus-Müller, Helmut Müller, Andreas Noack, Ellena Olsen, Ruth Pydde, Norbert Schallau, Helmut Schärfen, Ingrid Schreppel, Jürgen Schumacher, Kerstin Siedschlag, Stefan Siedschlag, Katrin Siegert, Heidrun Sommer, Stefan Stein, Wolfgang Stübner, Andrea Sroke, Cordula-Undine Tchorrek, Peter Wawerzinek, Gerd Wessel, Birgit Wiemann.
23.10. – 21.11.08
Ausstellung
100 Jahre Alice Salomon Fachhochschule
Ergebnisse des Grafik- und Fotowettbewerbs zum Jubiläum
Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 22.10.08 um 18 Uhr
Begrüßung:
Stefan Komoß - Stellvertretender Bezirksbürgermeister
Prof. Dr. Christine Labonté-Roset - Rektorin der Alice Salomon Fachhochschule
Musik:
Jalda Rebling



11.09. – 10.10.08 Mo - Fr 10 - 18 Uhr
Achtung!
Sonderöffnungszeit für beide Ausstellungen
am Sonntag, dem 5. Oktober 2008 12 - 17 Uhr
Ausstellung
„Das hat’ s bei uns nicht gegeben“ Antisemitismus in der DDR
Projekt mit Veranstaltungen in Kooperation mit der Amadeu Antonio Stiftung
Ausstellungseröffnung
am Donnerstag, dem 11. September 2008, um 17 Uhr
Begrüßung: Dagmar Pohle, Bezirksbürgermeisterin und Bernadette Kern, BVV
Einführung: Heike Radvan, Amadeu Antonio Stiftung und Alain Rivière, Fotograf
Musik: Mark Aizikovitsch
Veranstaltung in der Ausstellung
Zeitzeugengespräch
mit der Autorin Salomea Genin und Heike Radvan
am Donnerstag dem 18.09.08 um 17 Uhr
11.09. - 10.10.08
Ausstellung
"Der verdeckte Weg"
Roma im Portrait
Fotografien von Alain Rivière
Gespräch mit Alain Rivière
in der Foto-Ausstellung nach Anmeldung 030-90293-4132
21.07. - 05.09.2008
An der Grenze
7. Birkendorfer Drucktage 2008
oberhalb Vättis vom 14. bis 17. Juni
&
in Berlin vom 19. bis 21. Juni
Zwei Grenzen - die eine am Kunkelspass, sichtbar und erlebbar in der Landschaft die andere nur noch als Touristenattraktion erhalten – und trotzdem in der Mentalität der Menschen eingraviert
Teilnehmer:
Stephan Burkhardt Drucker Ch
Markus Buschor Bildhauer Ch
Hans-Ulrich Frey Drucker Ch
Andreas Hoffmann Drucker D
Roberto Mazuchelli Kalligraph Ch
Andreas Poppmann Künstler D
Willee Regensburger Künstler D
Markusz Schöne Künstler D
Martin Stützle Künstler Ch
Galeriefest in der Ausstellung am Sonnabend 02.08.08 um 18 Uhr
Intro: Martin Stützle und Andreas Poppmann
Musik: Daniel Selke tecustic e-live
Lesung: Peter Wawerzinek grenz-ER-fahrung
Konzert in der Ausstellung am Mittwoch, 06.08.08 um 17 Uhr
EKLES-DUO PRESENTS FAR AWAY – weit entfernt und doch so nah… Konzert mit elektroakustischer Musik aus Synthesizer und E-Cello




08.06. – 10.07.08
Alte Technik – Neue Form
der Gruppe Zeitwerk –
Karin Bergel, Christel Bierbrauer, Irene Otto, Ursula Thiele, Ruth Wieland
Vernissage am Sonntag, dem 8. Juni 2008, um 11 Uhr
Einführende Worte: Renate Rusche
Musik: Sebastian Kommerell
Achtung erweiterte Öffnungszeiten:
ab 09.06.2008 Mo - Fr 10 – 18 Uhr und Sa/So 11 – 17 Uhr
Eintritt frei
Selbstaussagen von Zeitwerk:
Die Gruppe Zeitwerk (Karin Bergel, Christel Bierbrauer, Irene Otto, Ursula Thiele, Ruth Wieland) zeigt mit dieser Ausstellung eine Möglichkeit, sich zeitgemäß mit einer alten Technik auseinander zusetzen.
Inspiration und Ermutigung zu diesen neuen Wegen haben wir durch Els Teeuwsen erhalten.
Durch das Aufeinandertreffen der Technik, dem Entwurf und dem Material entstehen zwei- oder dreidimensionale Objekte mit außergewöhnlicher Transparenz.
Zu sehen sind Werke, die sich mit bestimmten Themen (z.B. Architektur, Wasser) oder auch mit für das traditionelle Klöppeln ungewöhnlichen Materialien, wie Papier, Stahl und Kunststoffen beschäftigen.
Die Arbeiten lassen die Technik zugunsten der künstlerischen Aussage vergessen. Doch Klöppel und Nadel, Drehen und Kreuzen sind eine Vorraussetzung für ihr Entstehen.
Die Technik soll sich nicht auf die Bildgestaltung reduzieren, sondern zu einem Dialog mit neuen Ideen führen. Es sind Werke entstanden, bei denen Entwurf, Ausführung und Material im Einklang sind.
Die Werke machen die Faszination und Freude, die wir beim Erarbeiten empfinden, sichtbar.
Ausstellung 28.04. – 30.05.2008
VIER
Fotografien von Holm Bieräugel, Margarete Groschupf, Georg Krause und Andreas Poppmann
Eintritt frei
Finissage am Freitag, 30. Mai 2008 um 18 Uhr
Musik: Benjamin Doppscher, Jazzgitarre
In der Ausstellung „VIER“ treffen vier Berliner Fotografen aufeinander, die ihre Sujets sehr wohl alle in ihrer Stadt Berlin finden, darüber hinaus aber höchst unterschiedliche Sichtweisen, Ausdrucksmittel, Stile und Herangehensweisen haben. Margarete Groschupf findet in ihrem halbverwilderte Garten in Berlin-Mahlsdorf poetische Bilder vom Werden und Vergehen. Holm Bieräugel inszeniert Modefotografie auf Berliner Straßen in hartem schwarz-weiß Kontrast, Georg Krause verfolgt mit seiner alten sowjetischen Lubitel die Veränderungen auf dem Rundfunkgelände in der Nalepastraße und Andreas Poppmann hält mit der Handy-Kamera quasi beiläufig Fotosequenzen aus dem Alltag fest. Auf verschieden Ebenen der Pyramide gestaltet jeder von ihnen einen eigenen Ausstellungsraum und kommuniziert dennoch mit den anderen – und natürlich mit dem Publikum. Eine anregende, spannende Ausstellung, die jenseits großer Berlin-Kampagnen vier ganz individuelle Innen-Sichten auf die Stadt zeigt.
zu >kultour à la carte< am 29. / 30.03.08
29.03.08, 19 und 21 Uhr
„Verbrannte Tore“ - Performance von Luther Blissett,
Konzertinstallation von Marcello Silvio Busato & Aktionsmalerei von Sylvia Ernst
30.03.08, 11 Uhr
Lesung
“Einfach leben – hüben wie drüben” - 12 Doppelbiografien von Erika Maier
Moderation: Margarete Groschupf
09.02. – .05.03.08
Kunstwerkstätten spezial: Mehrwert Kunst
Marzahn-Hellersdorfer Schüler der Oberstufe stellen aus
Spieldauer: 75 Minuten (Stück ist ohne Pause)
Aus der Stückbeschreibung:
Man könnte leichthin behaupten, unsere Story drehe sich um die Ziellosigkeit der Jugend. Absolut falsch!
Unsere Performance aus Text, Musik und Tanz zeigt junge Leute, die alle ein ganz großes Ziel haben: Das ist die Sehnsucht nach dem Paradies, das sind die Träume, das ist nahezu der Wahn, nicht einsam zu sein. Und vielleicht bei einigen der Wunsch, etwas Grosses zu schaffen.
Gesichter leuchten uns an. Gestochen scharfe Großformate. Plötzlich zerfließen die Gesichter. Ein schönes Sinnbild für das Portrait einer unkenntlichen Generation, dass in knappe, komische, mithin auch schmerzhafte Szenen verdichtet.
Es sind die Bürgerskinder der Nach-68er, um die es uns in dem Inszenierungsprojekt geht. Und der Regisseur kommt aus der späten 68er Generation und möchte den Erzählton für 2008 treffen!
Als Clowns will ich meine Figuren keinesfalls verstanden wissen, zumindest nicht vom Typ Dummer August. Wenn schon, dann bitte traurige Clowns und wenn wir den Humor nicht hätten, dann wäre es so bitter hier auf der Welt.
Ungefähr 80 Minuten tauschen die Figuren Bettgenossen, SMS-Botschaften, Gefühle und Gemeinheiten aus.
Nadelspitzige Dialoge lassen die jungen Akteure hin- und her fliegen wie beim Florettfechten, und die Regie gibt dem jugendlichen Ensemble Platz, lässt dem kurzen Text sein Tempo. Der Regisseur erzwingt nichts...er vertraut nur!
Es ist eine Panoramasicht auf das junge aufbegehrende Leben - gegen alle herkömmlichen Konventionen aus dem 20. Jahrhundert! Alles spielt mit:
Paare, Passanten, Penner, Tauben auf dem Kopfsteinpflaster. Stadt, Land, Fluss.
Derweil hängen alle Studenten dem alten Lügenmärchen an den Lippen; "we can be heroes, just for one day. And we can be ourselves, just for one day".
Solange sie tanzen, passen sie zueinander, ein "Ken" und eine "Barbie", auf dem Kamm einer Harmoniewelle reitend. Dann setzten sich alle und quatschen vom plumpen Zeug! Jede Anmache ist peinlich...alle Lippen kräuseln sich verächtlich verächtlicher, am verächtlichsten. Sie alle wollten doch nur verführt werden auf ihrem Terrain. Ein Adria-Teint und blonde Locken sind eben keine Garantie für eine spannende Liebesnacht.
Wenn einem zu unserer Gebrauchsdramatik GEGENWART einfällt, dann liegt er goldrichtig. So ein authentisches Stück gehört gespielt und gesehen.
Kalligrafie und Töpferkunst sind zwei Jahrtausende alte Handwerks- und Kunstformen.
Die koreanische Kalligrafie basiert auf dem im 15. Jahrhundert entwickelten wissenschaftlichen Alphabet Hangul. Das Tuschen der Schriftzeichen geht aber weit über die sprachliche Mitteilung allein hinaus. Sie zielt vielmehr auf die Widerspiegelung der Schönheit der menschlichen Seele und des Geistes. Konzentration auf Gehalt und Aussage, Harmonie der Proportionen, starke Hell-Dunkel-Kontraste sowie Spontanität und Einfachheit zeichnen denn auch die über 80 in der Pyramide ausgestellten Arbeiten aus. Ein Drittel davon kommt direkt aus Korea von Künstlern der Korea Calligraphy Association. Der andere Teil ist in Berlin entstanden, wo der koreanische Mönch Byong-oh Sunim in verschiedenen Studiengruppen Kalligrafie lehrt.
Kontrastiert und ergänzt wird die Ausstellung durch die Töpferkunst von Magdalena Freudl, der langjährigen Dozentin für Keramik im Kunsthaus Flora in Berlin-Mahlsdorf. Ihre Gefäße, Kugeln, Teeschalen sind den klaren traditionellen Formen verpflichtet, ob freigedreht oder mit der Hand aufgebaut. Besonderen Wert legt sie auf die Oberfläche des Scherben, experimentiert mit Glasuren, oder schwärzt im Rauchbrand polierte Keramik. Besonders am Herzen liegt ihr die alte asiatische Raku-Technik, die sie im großen holzbefeuerten Freibrandofen im Garten des Kunsthauses Flora selber brennt.
Für das Töpfern gilt ebenso wie für die Kalligrafie : der künstlerisch
-handwerkliche schöpferische Arbeitsprozess als solcher ist in seiner meditativen Ausprägung wichtige Voraussetzung und essentieller Bestandteil des fertigen Kunstwerkes.
Gefördert von der Korea Calligraphy Association und aus Mitteln des Bezirkskulturfonds des Landes Berlin.
20.07. – 28.09.2007
Ausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma
„Der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma“
www.sintiundroma.de/index/
Die bisher in rund 60 Städten der Bundesrepublik gezeigte Ausstellung des Heidelberger Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma zeichnet erstmals die Geschichte der Verfolgung der Sinti und Roma in der Zeit des Nationalsozialismus nach: von der stufenweise Ausgrenzung und Entrechtung im Deutschen Reich bis hin zur systematischen Vernichtung im nationalsozialistisch besetzten Europa. Dabei versucht die Ausstellung eine Annäherung an den Holocaust an den Sinti und Roma, einem Menschheitsverbrechen, das in seinen Ausmaßen bis heute unvorstellbar bleibt.
Die Darstellung der Verfolgungsgeschichte geht von Menschen aus, die zu Opfern erst gemacht wurden. Ihre Biografien stehen deshalb im Zentrum der Ausstellung. Den menschenverachtenden Dokumenten und Fotos der Täter, in denen Sinti und Roma systematisch entmenschlicht und entpersönlicht werden, stehen die Zeugnisse der Opfer und die Bericht der Überlebenden gegenüber.
Einen zentralen Stellenwert nehmen dabei alte Familienbilder ein, die einen Einblick in die persönlichen Lebenszusammenhänge vermitteln und die zeigen, in welch vielfältige Weise Sinti und Roma in das gesellschaftliche und lokale Leben integriert waren, bevor die Nationalsozialisten ihre systematische Ausgrenzung betrieben. Durch das besondere Spannungsverhältnis dieser beiden Ebenen: Normalität und Alltag der Minderheit einerseits – Terror und Verfolgung andererseits, wird dem Besucher bewusst, dass sich hinter den abstrakten Dokumenten der bürokratisch organisierten Vernichtung unzählige zerstörte Lebenswege verbargen.
Ergänzt wird die Wanderausstellung mit Fotografien und Dokumenten, die sich speziell mit dem 1936 eingerichteten Zwangslager für Sinti und Roma in Berlin-Marzahn befassen. Bis zu 1000 Menschen lebten hier unter menschenunwürdigen Bedingungen, mussten sich den demütigenden „rassekundlichen“ Untersuchungen unterziehen und wurden zu schweren und oft gefährlichen Arbeiten, wie die Beseitigung von Bombentrümmern, zwangsverpflichtet. Aber auch das Gedenken an die Sinti und Roma im Bezirk dokumentiert die Ausstellungsergänzung.
Thematische Gliederung der Ausstellung
Die Präsentation der Ausstellung wurde gefördert aus Mitteln des Landeskulturfonds.
Ausstellungen im Ausstellungszentrum Pyramide1994 - 2007