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VERANSTALTUNGEN


Am Tag der Veranstaltung ist das Bezirksmuseum Haus 1 ebenfalls von 17 - 18 Uhr geöffnet!


Marzahn-Hellersdorfer Gespräch zur Geschichte

Mittwoch, 13. Dezember 2017, 18 Uhr, Haus 1


Die erzwungene Reformation.
Zur Geschichte der reformatorischen Bewegung in Brandenburg

Vortrag mit Präsentation von Wolfgang Brauer, Vorsitzender des Heimatvereins Marzahn-Hellersdorf e.V.

Es war ein brandenburgischer Landesherr a.D., der Martin Luther den Anlass für den Wittenberger Thesenanschlag lieferte. Es war dessen Bruder, der als Kurfürst Joachim I. zu den heftigsten Gegnern der Reformation gehörte. Diese Bewegung drohte nicht nur beinahe das Land zu zerreißen, sie sorgte auch für einen erbitterten "Rosenkrieg" im Berliner Schloss. Erst Joachim II. konnte sich - gezwungenermaßen - 1539 zum neuen Bekenntnis durchringen.
Die Geschichte der Reformation in Brandenburg ist weit mehr als trockene Kirchengeschichtsschreibung. Es ist eine Geschichte vom Ringen um den wahren Glauben, eine Geschichte von Tapferkeit und Feigheit, von Geldgier, Liebe und Hass.
Der Vortrag versucht, diese kaum bekannte Geschichte ein wenig aufzuhellen. Auch die kirchlichen Zustände in unserer Region bleiben nicht unerwähnt.



Marzahn-Hellersdorfer Gespräch zur Geschichte

Mittwoch, 10. Januar 2018, 18 Uhr, Haus 1

Ikarusflüge.
Erinnerungen eines DDR - Formgestalters.

Vortrag mit Präsentation von Erich John

Es war „unter den bestehenden Umständen die gewagteste Unter-nehmung meines Lebens“, erinnert sich Erich John an die Zeit vor nunmehr fast 50 Jahren. 1968 hatte er mit seiner Idee einer Uhr, die Weltoffenheit und wissenschaftlich-technischen Fortschritt symbolisiert, den Wettbewerb um den Bau einer neuen „Urania-Säule“ auf dem Alexanderplatz gewonnen. Gestaltung und Bau der in nur Monaten fertigzustellenden Weltzeituhr wurden ihm übertragen.
Über die Weltzeituhr hinaus gelangen Erich John weitere bemerkenswerte Designs, darunter Arbeiten für die Industrie wie die erste formgestaltete Maschine in der DDR, Mikroskope und medizinische Geräte. Konsumgüter wie das Radio Undine II, Theatergläser, Bürsten und Eisbecher wurden in vielen DDR-Haushalten genutzt. Um das Entstehen dieser Produkte ranken sich oft spannende Geschichten. Darüber und über vieles andere aus seinem Leben weiß der Biesdorfer Erich John lebendig zu erzählen.

ACHTUNG! - Die Ausstellungen im Haus 1 und Haus 2 sind an diesem Tag auch von 17 - 18 Uhr geöffnet!


 

Marzahn-Hellersdorfer Gespräch zur Geschichte

Mittwoch, 14. Februar 2018, 18 Uhr, Haus 1

Ein Flugplatz für Biesdorf?
100 Jahre Flugfeld Friedrichsfelde/Karlshorst

Vortrag mit Präsentation von Wolfgang Schneider, Geschichtsfreunde Karlshorst


Manch einer mag sich schon gefragt haben, was es mit den verfallenden Kuppelbauten auf sich hat, die östlich der Köpenicker Allee in Karlshorst zu sehen sind. Die denkmalgeschützten ehemaligen Fliegerhallen sind die Reste des einstigen Militärflugfeldes Friedrichsfelde/Karlshorst, dessen Ausdehnung weit nach Biesdorf reichte. Doch wie kam es zu dieser Ansiedlung?
Die Gemeinde Friedrichsfelde versuchte ab 1911 ihre Finanzen langfristig zu konsolidieren. So stellte sie an die Militärverwaltung einen Antrag auf den Bau  eines Luftschiffhafens neben dem von Biesdorf, der 1909/11 in Betrieb genommen worden war. Der Antrag wurde abgelehnt, das Projekt zur Ansiedlung einer Garnison jedoch weiter verfolgt. 1916 beschloss der Gemeindevorstand die Entwicklung eines Flugfeldes. Der Flugbetrieb begann 1916 und endete 1920. Nach der Ratifizierung des Versailler Vertrages wurde verfügt, dass die Hallen erhalten werden können, wenn sie dauerhaft umgebaut werden.