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VERANSTALTUNGEN

Sonderöffnungszeit:

Ab sofort wird die Ausstellung im Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf, Haus 1 an den Tagen der Abendveranstaltung am Mittwoch auch von 17 - 18 Uhr geöffnet sein!


Sonntag, 22.05.2016,um 14 Uhr und 15.30 Uhr

Zum Internationalen Museumstag:

Sonderführungen durch die Dauerausstellung (Haus 2)

mit Iris Krömling, Bezirksmuseum


Marzahn-Hellersdorfer Gespräch zur Geschichte

Mittwoch 11. Mai 2016, 18 Uhr

Eduard von Winterstein
Nestor der deutschen Schauspielkunst

Vortrag mit Präsentation von Rainer Rau, Heimatverein Marzahn-Hellersdorf e.V.

Eduard von Winterstein (1871 - 1961) widmete sein Leben der darstellenden Kunst. Nach ersten Engagements in Gera, Annaberg-Buchholz und anderen Orten führte sein Weg ihn 1895 nach Berlin. Dort wirkte er zunächst am Schillertheater, ab 1898 am Deutschen Theater, dessen Schauspielschule er von  1905 bis 1920 leitete. Schon früh begeisterte er sich für das neue Medium Film und stand in zahlreichen Rollen vor der Kamera. Wegen seiner heraus-ragenden schauspielerischen, pädago-gischen und Regieleistungen wurde Winterstein auch der „Nestor der deutschen Schauspielkunst“ genannt.
Mit Bildern und Dokumenten zeichnet der Referent den Lebensweg Wintersteins nach, der von 1946 bis zu seinem Tod in Biesdorf wohnte.


Marzahn-Hellersdorfer Gespräch zur Geschichte

Dienstag  7. Juni 2016, 18 Uhr

An der Seite der Entrechteten und Schwachen.
Heinrich Grüber 1891 bis 1975

Vortrag von Dr. Hartmut Ludwig, Kirchenhistoriker

Heinrich Grüber war 1934 bis 1945 evangelischer Pfarrer in Kaulsdorf, war als Pfarrer der Bekennenden Kirche  jedoch über Kaulsdorf hinaus aktiv. Im Juni 1938 begann er mit dem Aufbau des legendären „Büro Pfarrer Grüber“. Er und seine Mitarbeiter halfen evange-lischen Christen, die die Nazis wegen ihrer jüdischen Vorfahren verfolgten, das rettende Ausland zu erreichen. Als er sich der Gestapo widersetzte, wurde er im Dezember 1940 verhaftet und in die KZ's Sachsenhausen und Dachau verschleppt.  
Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm er eine Fülle kirchlicher und politischer Aufgaben wahr. Beispielhaft seien hier erwähnt das Amt als Bevollmächtigter der Ev. Kirche in Deutschland bei der Regierung der DDR (1949-1958), seine Arbeit im Bereich des Ev. Hilfswerkes und seine Teilnahme an der Friedens-bewegung. Im Mai 1961 war er einziger deutscher Zeuge im Prozess gegen Adolf Eichmann in Jerusalem. Von 1945 bis zu seinem Tod leitete er auch die Hilfsstelle für ehemals rassisch verfolgte Christen in Berlin.