VERANSTALTUNGEN
Marzahn-Hellersdorfer Gespräch zur Geschichte
Mittwoch, 11. August 2010, 18 (!) Uhr
Denkmalschutz im Wuhlgarten
Führung durch das historische Krankenhausgelände mit Jens Rieser von
der Unteren Denkmalschutzbehörde Marzahn-Hellersdorf.
Treffpunkt: Eingang Altentreptower Str. / Brebacher Weg (Pförtnerhaus)
Die Führung widmet sich der Entwicklung des Standorts seit 1989. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der denkmalpfleger- und stadtplanerischen Begleitung der jüngsten Entwicklung auf dem Gelände, die durch die Errichtung des Unfallkrankenhauses Berlin eingeleitet wurde und durch den Rückzug des Vivantes Klinikums Hellersdorf vom Gelände noch nicht abgeschlossen ist. Sie erläutert die Umsetzung der neuen Folgenutzungen in den Objekten, die mittlerweile in die Verantwortung verschiedener neuer Eigentümer übergegangen sind. Anhand von Beispielen werden bauliche Veränderungen an den denkmalgeschützten Gebäuden und der Gartenanlage beschrieben und erklärt. Die Führung schließt auch die Begehung einzelner Häuser im Inneren mit ein.
Die Berliner Werkzeugmaschinenfabrik Marzahn (BWF) entwickelte sich seit Anfang der 1960er-Jahre zu einem der führenden Betriebe des DDR-Werkzeugmaschinenbaus und zählte zu den größten Werken im späteren Stadtbezirk Marzahn. Nach einem schwierigen Start 1963/64 wurde das Werk in den 1970er- und 80er-Jahren zum wichtigsten DDR-Lieferanten von Innenrund- und Wälzlager-Schleifmaschinen in die RGW-Länder und westliche Industrieländer wie Japan, die BRD und Frankreich.
Nach der Wende brach der Export nach dem Osten jäh ab. Im ehemaligen Vorzeigebetrieb waren nach kurzer Zeit nur noch zehn Prozent der früheren Belegschaft beschäftigt. Mit einer initiativen Neuentwicklung gab es um das Jahr 2000 wieder Hoffnung, aber...
Der Vortrag stützt sich auf die Autobiographie von Werner Bahmann „Gewonnen, und doch verloren“, erschienen im verlag am park der edition ost, Berlin 2008.
Wer sehenden Auges durch Berlin geht, findet auch heute noch sehr viele architektonische Hinterlassenschaften des Baurates Hermann Blankenstein, sowohl aus seiner siebenjährigen Dienstzeit bei der Ministerial-Bau-Kommission als auch aus den 24 Jahren, während derer er Berliner Stadtbaurat war. Zu diesem „Nachlaß“ gehören vor allem die auf dem Gebiet des alten Berlin gelegenen vielen Schulen, dazu Markthallen, Feuerwachen, Krankenhäuser, Kirchen und fünf größere Anstalten weit außerhalb der Stadt in Biesdorf, Lichtenberg, Rummelsburg und Wittenau.
Sie alle sind am typischen Backstein-Stil erkennbar, der Blankenstein unter seinen Kollegen zuletzt den Spitznamen „Steineblank“ einbrachte.
Weniger auffällige Spuren seiner Tätigkeit finden sich aber auch an weithin bekannten Bauten wie der Marienkirche, der Nikolaikirche, dem Brandenburger Tor. Der Vortrag lädt zu einer Spurensuche ein.





