VERANSTALTUNGEN


Marzahn-Hellersdorfer Gespräche zur Geschichte

Mittwoch, 08.Februar 2012 um 19 Uhr

Beten, Singen, Lesen.
Zu den Anfängen der Schulgeschichte

Vortrag mit Lichtbildern von Dr. Christa Hübner, Historikerin


Der erste namentlich bekannte hiesige Schulmeister ist Abraham Tile, der bis 1679 in Biesdorf als Küster tätig war. Schulunterricht im heutigen Sinne waren die Unterweisungen der Kinder anfangs nicht, ihnen wurden nur die elementarsten Fähigkeiten im Schreiben und Lesen, später auch im Rechnen vermittelt. Im 19. Jahrhundert wurden die Lehrinhalte nach und nach erweitert.
Ziel des Dorfschulunterrichts war es, die Kinder zu gottesfürchtigen und gehorsamen Untertanen zu erziehen. Da Schule und Kirche eng miteinander verquickt waren, war Religion bis weit in das 19. Jahrhundert wichtigstes Lehrfach. Das Einkommen des Lehrers, vor allem wenn er nicht zugleich Küster war, war dürftig. Lange bestanden nur Schulen, in denen ein Lehrer manchmal mehr als 100 Kinder unterschiedlichen Alters in einem Raum unterrichtete. Erst ab dem Beginn des 20. Jahrhundert entstanden moderne Schulen.
In ihrem Überblick über die Schulgeschichte im heutigen Bezirk bis zum Ende des 19. Jahrhunderts stützt sich die Referentin vor allem auf Archivmaterial.