Sie befinden sich hier: Home : BEZIRKSMUSEUM MARZAHN-HELLERSDORF : AUSSTELLUNGEN 

AKTUELLE AUSSTELLUNGEN

Öffnungszeiten: Mo - Fr jeweils 10 - 18 Uhr


HAUS 1 - Alt-Marzahn 51

© Bundesarchiv Berlin, Landesarchiv Berlin, pixabay

ausgegrenzt – verfolgt – ermordet
Sinti und Roma in Lichtenberg
1933 - 1945

Sonderausstellung
17. Juni bis 23. August 2019

Dem Völkermord der Nationalsozialisten fielen viele in Lichtenberg lebende Sinti und Roma zum Opfer. Das Zwangslager in Marzahn – damals Ortsteil von Lichtenberg – war der Internierungsort hunderter in Berlin verhafteter Menschen. Fast alle wurden in Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert. Einige wenige überlebten. Stellvertretend für viele Ungenannte werden einige Schicksale vorgestellt, die mit den historischen Vorgängen im ehemaligen Bezirk Lichtenberg verbunden sind.

Ausstellung mit freundlicher Unterstützung des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg e.V.


Neue Ausstellung im HAUS 1

© Bezirksmuseum M.-H., Sujet design



Sonderausstellung
14. September 2019 bis 15. Mai 2020


Eröffnung am 13. September 2019, 17 Uhr

Plastekipper und Triola.

Spiele(n) in den 1970er/80er-Jahren

Gespielt wird immer und überall. Das war auch und gerade in den 1970er/80er-Jahren in Marzahn und Hellersdorf nicht anders, als mit dem Entstehen der Großsiedlungen besonders viele Kinder den Bezirk belebten.

Womit, wie und wo gespielt wurde – mit Puppen, Bauklötzen und Autos, mit Gesellschafts- und Lernspielen, Militärspielzeug und importierten Spielsachen, in Kindereinrichtungen und auf Festen, drinnen und draußen – zeigt die Ausstellung in 20 Themeninseln. Die zahlreichen Exponate, größtenteils Leihgaben von Marzahn-Hellersdorfern Bürger*innen, werden durch Informationen zur Spielzeuggeschichte, zu Spielwarenherstellern und Spielzeugdesignern ergänzt. Zeitgenössische Fotos von spielenden Kindern aus dem Bezirk unterstreichen den lokalen Blick.

Für Kinder verschiedener Altersstufen gibt es die Möglichkeit zur kreativen Beschäftigung. So kann mit nachgestalteten Objekten gespielt, gebastelt oder musiziert und in originalen DDR-Kinderbüchern gelesen werden.


Haus 2 - Alt-Marzahn 55

Gesucht – gefunden! Spuren der Trillerschen Mühle Marzahn


Sonderausstellung
vom 13. Mai bis 15. November 2019

Schon lange sind die Standorte der ehemaligen Marzahner Mühlen bekannt. Ihre über zweihundertjährige Geschichte wurde bislang nur in Archiven und im Museum überliefert. Eine Neubebauung des historischen Standorts der Trillerschen Mühle an der heutigen Allee der Kosmonauten und der damit verbundene Abriss der Altbebauung gab die Gelegenheit zur Spurensuche. Sie förderte u.a. Teile der ältesten Windstromanlage Berlins von 1912, damals eine technische Meisterleistung, wieder ans Tageslicht. Die Ausstellung, die anlässlich des 25. Jubiläums der heutigen Marzahner Mühle entstand, berichtet über die Grabungsarbeiten. Sie zeigt ausgewählte Funde und lässt den historischen Mühlenstandort auf Grundlage der Funde virtuell neu entstehen.


 

HAUS 2 - Alt-Marzahn 55

Marzahn-Hellersdorf. Bezirksgeschichte(n)
Von den Anfängen
bis zu den Großsiedlungen

Dauerausstellung des Bezirksmuseums
Marzahn-Hellersdorf

Die Besucher erwartet ein spannender Gang durch rund 11.000 Jahre Geschichte. Die Ausstellung beginnt mit der Ur- und Frühgeschichte, die den weitaus längsten Zeitraum umfasst. Einen Schwerpunkt bildet die Geschichte der Dörfer Biesdorf, Hellersdorf, Kaulsdorf, Mahlsdorf und Marzahn von ihrer Gründung im 13. bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts. Blieb das dörfliche Leben vor den Toren Berlins bis Mitte des 19. Jahrhunderts im Wesentlichen unverändert, so vollzogen sich nach 1870 tiefgreifenden Veränderungen. Die Verbindungen zur Hauptstadt Berlin nahmen stark zu, 1920 wurden die bis dahin kommunal selbstständigen Orte eingemeindet. Große Siedlungsgebiete entstanden, die Einwohnerzahl vervielfachte sich. Erste kleine Industriebetriebe siedelten sich an. Jahrzehntelang formten Rieselfelder die Landschaft um Marzahn und Hellersdorf. Auch politisch und kulturell waren die 100 Jahre - vom Kaiserreich über den Nationalsozialismus bis zur DDR - eine Zeit vielfachen Wandels.

In den zurückliegenden 40 Jahren veränderte sich die Region Marzahn-Hellersdorf mehr als je zuvor. 1975 begannen an der Marchwitzastraße im ersten Marzahner Wohngebiet die Tiefbauer die ersten Gruben auszuschachten. Nur gut zwei Jahre später zogen die ersten Mieter der Großsiedlung ein. Durch die Errichtung von mehr als 100.000 Wohnungen bis Anfang der 1990er Jahre nahmen Marzahn und Hellersdorf die Dimensionen von Großstädten an. Nach 1989/90 wandelten sich die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse gravierend. Die Großsiedlungen wurden saniert, neue Häuser entstanden vor allem in den historischen Dörfern und Siedlungen Biesdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf.

Die Ausstellung präsentiert in allen Themenbereichen zahlreiche originale Objekte, darunter das Lackprofil eines 2005 in Biesdorf-Süd entdeckten Korbgeflechtbrunnens aus der älteren Vorrömischen Eisenzeit (400 – 200 v. Chr.) sowie mehrere Architekturmodelle aus der jüngsten Vergangenheit.

Ergänzt wird die Ausstellung durch einen Recherchebereich, in dem zusätzliche Informationen zu den archäologischen Fundstellen sowie zu den einzelnen Siedlungs- und Wohngebieten im Bezirk, Film- und Tondokumente zu finden sind. Für besonders wissbegierige Besucher stehen weiterführende schriftliche Materialien zur Verfügung.


Open-Air-Ausstellung Kaulsdorf-Süd 

 

Lager Kaulsdorfer Strasse 90

Im Rahmen des Berliner Themenjahres „Zerstörte Vielfalt“ wurde die Open-Air-Ausstellung durch die Enthüllung der Stelen am 30. April 2013 eröffnet.

Ort:
Wuhlewanderweg, Höhe Bismarcksfelder Straße
unmittelbar an der Wuhle


In der NS-Zeit bestanden im heutigen Bezirk Marzahn-Hellersdorf mindestens 30 Zwangsarbeiterlager. Das Größte befand sich in Kaulsdorf-Süd, an der Kaulsdorfer Straße 90. Das Gelände, ursprünglich jüdischer Besitz, wurde zwangsenteignet. Die ehemaligen Gebäude des Lagers wurden als Unterkünfte für deutsche Arbeiter, die an Projekten der Deutschen Reichsbahn eingesetzt werden sollten gebaut. Zunächst wurde das Lager als Durchgangslager für Wolhyniendeutsche genutzt. 1940 entstand ein Kriegsgefangenenlager für französische Soldaten. Am 30. April 1942 wurde das Lager mit „Ostarbeitern“ belegt, die für die Deutsche Reichsbahn arbeiten mussten. Bis zu 1400 Russen und Ukrainer, darunter viele Frauen und auch Kinder waren hier unter schlimmsten Bedingungen untergebracht. 
Auf acht Ausstellungstafeln erinnert die Open-Air-Ausstellung an die Historie des Ortes, an die Opfer des Lagers und deren Schicksal.
Mit der Open-Air-Ausstellung ist ein weiterer Gedenkort entstanden, der die schmerzvolle Erinnerung an die Vergangenheit wach hält und die Landkarte der öffentlich sichtbaren Denkzeichen im Bezirk ergänzt.