Plakatmotiv zur Ausstellung „Zwangsarbeit in Berlin 1938 – 1945. Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf
Foto: Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf

Zwangsarbeit in Berlin 1938 – 1945. Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf

Im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts „Zwangsarbeit in Berlin 1938 – 1945“ des Arbeitskreises Berliner Regionalmuseen

3.9.2002 bis 30.3.2003

 


Allein in Berlin mussten während des Zweiten Weltkrieges 400.000 Menschen aus 20 Nationen Zwangsarbeit leisten. In den Ortsteilen Biesdorf, Friedrichsfelde-Ost, Hellersdorf, Kaulsdorf, Mahlsdorf und Marzahn waren Zwangsarbeiter vorwiegend in der Landwirtschaft und in Kleinbetrieben sowie im einzigen großen Industriebetrieb, der Carl Hasse & Wrede GmbH, eingesetzt. Die freien Flächen am Rande Berlins nutzten der Generalbauinspektor und die Reichsbahn für die Anlage von großen Wohnlagern. Die dort Untergebrachten arbeiteten größtenteils außerhalb des Bezirkes. Eine Besonderheit war das „Zwangslager für Sinti und Roma“. Die dort Festgesetzten mussten ebenfalls Zwangsarbeit leisten. Auf Marzahner Friedhof am Wiesenburger Weg wurden mindestens 1.400 Zwangsarbeiter aus Berlin und dem Umland bestattet.