KULTUR - Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf

VERANSTALTUNGEN


Marzahn-Hellersdorfer Gespräche zur Geschichte

Mittwoch, den 15. Juni 2022, 16 und 18:30 Uhr

Kurt Schwaen. Eine weite Reise

Dokumentarfilm von Jochen Kraußer (2001, Länge 103 Min.)
mit Filmeinführung von Dr. Ina Iske-Schwaen

Aus einem Segelflugzeug, geflogen von Ina Iske-Schwaen, schaut der Komponist Kurt Schwaen (1909 bis 2007) auf sein weit gespanntes Leben und Werk. Von Kattowitz, der Stadt seiner Kindheit, über die Studienorte Breslau und Berlin, dem Zuchthaus Luckau, wo er von 1935 bis 1938 inhaftiert war, bis zu seinem langjährigen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt Mahlsdorf führt die weite Reise durch Schwaens Lebenslandschaften, charmant und unaufgeregt kommentiert vom Komponisten selbst. Zu Wort kommen auch Weggefährten Schwaens wie Wera und Claus Küchenmeister, Günter Kunert und Günther Rücker. Fotos und Ausschnitte aus früheren Dokumentarfilmen und Opernmitschnitte ergänzen die Sicht. Getragen und eingebunden wird der gesamte Film von Schwaens Musik.
Jochen Kraußers kluges und kurzweiliges Porträt verknüpft auf berührende Weise eine bemerkenswerte Lebensgeschichte mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Begrenzte Teilnehmerzahl, es wird um Voranmeldung gebeten unter:
Mail: infodon't want spam(at)museum-marzahn-hellersdorf.de  oder Tel. 030 / 54 79 09 24


 

Marzahn-Hellersdorfer Gespräche zur Geschichte

Mittwoch, den 13. Juli 2022, 18 Uhr

Das Angerdorf Kaulsdorf

Führung mit Karin Satke, Kaulsdorfer Ortschronistin

Im 1347 erstmals urkundlich erwähnten Angerdorf Kaulsdorf sind eine weitgehend noch erhaltene Dorfstruktur sowie beiderseits der Dorfstraße stehende Höfe der Bauern- und Kossäten anzutreffen. Ihre Anlage geht auf die angenommene Gründungszeit um 1200 zurückgeht. Stark verändert haben sich im Laufe der Jahrhunderte die Wohn- und Wirtschaftsverhältnisse. Einige aus dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts stammende „Ernwohnhäuser“ sind noch erhalten, sämtliche Scheunen jedoch im Zweiten Weltkrieg zerstört worden. Seit 1995 steht das Dorf als Ensemble unter Denkmalschutz.

Bei der Führung entlang der ehemaligen, heute zu Wohnhöfen ausgebauten Bauern- und Kossätenhöfe, erfahren die Teilnehmer auch etwas über die damaligen landwirtschaftlichen Verhältnisse, über Hausgeschichten und einstige Bewohner, über die dort lebenden Landhandwerker und welche Rolle die Kirche im dörflichen Leben spielte.

Treffpunkt: S.-U./Bhf. Wuhletal, Ausgang zum Dorf

Begrenzte Teilnehmerzahl, es wird um Voranmeldung gebeten unter:
Mail: info(at)museum-marzahn-hellersdorf.de  oder Tel. 030 / 54 79 09 24


 

Marzahn-Hellersdorfer Gespräche zur Geschichte

Mittwoch, den 10. August 2022, 18 Uhr

Als Biesdorf ein kleines „Wandlitz“ war …
Ein Spaziergang durch ein wenig bekanntes Geschichtsquartier

mit Wolfgang Brauer, Vorsitzende Heimatverein Marzahn-Hellersdorf e.V.

Am 17. Mai 1945 wurde der parteilose Bauingenieur Dr. Arthur Werner vom Stadtkommandanten Nikolai E. Bersarin zum Oberbürgermeister von Groß-Berlin ernannt. Für ihn und andere leitende Magistratsmitglieder sowie für KPD- bzw. SED-Funktionäre wurden in Biesdorf, konkret im „Getreideviertel“ östlich der Oberfeldstraße, Wohnungen zur Verfügung gestellt. Dabei spielten neben der Wohnraumproblematik vor allem Sicherheits- fragen eine Rolle. Für diese Maßnahme wurden insgesamt 36 Wohnhäuser enteignet. Im Volksmund wurde diese Gegend sehr schnell „Magistratssiedlung“ genannt. Ihr offizielles Ende fand sie mit den ersten freien Wahlen in Nachkriegs-Berlin vom 20. Oktober 1946.

Der Geschichtsspaziergang führt an diese Wohnorte, macht auf wichtige „Netzwerke“ des versuchten demokratischen Neuanfangs aufmerksam und rückt zum Teil in Vergessenheit geratene Persönlichkeiten wieder in das Blickfeld Geschichtsinteressierter.

Treffpunkt: S. Bhf. Biesdorf, an der Schranke beim Busbahnhof

Begrenzte Teilnehmerzahl, es wird um Voranmeldung gebeten unter:
Mail: info(at)museum-marzahn-hellersdorf.de  oder Tel. 030 / 54 79 09 24