KULTUR - Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf

VERANSTALTUNGEN


Lange Woche der Kiezgeschichte - Stadt im Wandel - im Mai

Projekt des Arbeitskreises Berliner Regionalmuseen (ABR)


 

 

Sonntag, 26. Mai 2024, 11 Uhr

Geschichten vom Wuhletal im Wandel von Klima und Zeiten

Führung mit Regina Troeder (NABU)

 


Das Wuhletal ist nach der letzten Eiszeit vor 12.000 Jahren entstanden. Baugrunduntersuchungen lassen eine durchgehende Besiedlung seit der Steinzeit  vermuten. Die größten Veränderungen erlebte das Tal jedoch in den letzten 200 Jahren. Schon vor der Eingemeindung entwickelte sich das Umland von Berlin zum Naherholungsgebiet und im Norden auf den Rieselfeldern zum Gemüsegarten.

Neben dem Bau der Großsiedlungen war das Wuhletal als Naherholungsgebiet geplant. Für das 1968 in Betrieb genommene Klärwerk Falkenberg wurde die Wuhle als Klärwerksableiter ausgebaut. Seine Schließung 2003 führte zur weiteren Austrocknung des Tals. Es war bürgerschaftliches Engagement, das zu seiner Renaturierung führte. Den verstorbenen Hauptakteuren Wolfgang Clemens, Heino Mosel und Angele Schonert sei hier gedacht.

Weitere Maßnahmen zur Renaturierung wurden für die IGA 2017 und danach von Grün Berlin vorgenommen. Erklärtes Ziel ist es das Wuhletal bis 2050 klimaresilient für Mensch und Natur zu entwickeln.

Treffpunkt: Vorplatz S-/U-Bahnhof Wuhletal

Anmeldung erforderlich
Kontakt: info@museum-marzahn-hellersdorf.de, 030 54 79 09 24

 


 

Dienstag, 28. Mai 2024, 17 Uhr

Gewerbepark Georg Knorr

Führung mit Oleg Peters (Bauhistoriker)

 

 

Der Fabrik-Standort nimmt eine herausgehobene Stellung in der Berliner Industriegeschichte ein. Drei weltmarktführende Industrieunternehmen mit sehr unterschiedlichem Produktionsprofil prägten und prägen diese arbeitsplatzintensive und seit 1995 denkmalgeschützte Werkanlage.

Die zur Landsberger Allee ausgerichtete Front des klar strukturierten Hauptgebäudes und die dahinter liegende Werkhalle beeindrucken allein schon durch ihre Dimension. An der heutigen Georg-Knorr-Straße wird seit nunmehr über 80 Jahren – von mehrjährigen Unterbrechungen abgesehen – produziert. Der schon zweimal aufgegebene Industriestandort konnte jedes Mal revitalisiert werden.

Unternehmen Sie mit Bauhistoriker Dr. Oleg Peters eine Zeitreise durch 85 Jahre sehr bewegte Firmen- und Produktionsgeschichte in drei unterschiedlichen Gesellschaftssystemen und nutzen Sie die einmalige Gelegenheit der Besichtigung zweier vorbildlich und denkmalgerecht wiederhergestellter Gebäude von innen mit Besichtigung der Empfangshalle des Hauptgebäudes und der historischen Tankstelle.

Treffpunkt: S-Bahnhof Marzahn, oben auf der Fußgängerbrücke

Anmeldung erforderlich
Kontakt: info@museum-marzahn-hellersdorf.de, 030 54 79 09 24

 


 

 

Donnerstag, 30. Mai 2024, 17 Uhr

Schule der Zukunft

Führung mit Adam Page und Eva Hertzsch
(nGbK Hellersdorf)

 

Ende der 1980er-Jahre Aufbau, Ende der 2000er Abriss, Anfang der 2020er Aufbau: das Auf und Ab des Stellenwerts von Schulgebäuden in Hellersdorf zeigt auf, wie rasant und radikal Transformationen in der Großsiedlung sein können. Die Tour mit Adam Page und Eva Hertzsch beginnt an einem Schulneubau der heutigen Berliner Schulbauoffensive, führt zu einer Schulabrissfläche, auf der zukünftig eine neue Schule gebaut werden soll und endet an der Alice Salomon Hochschule, die seit Ende der 1990er im Rahmen des Investorengroßprojektes „Helle Mitte“ aus Schöneberg nach Hellersdorf umgesiedelt wurde.

Treffpunkt: Erich-Kästner-Str. 39

Anmeldung erforderlich
Kontakt: info@museum-marzahn-hellersdorf.de, 030 54 79 09 24

 


Veranstaltung im Juni


 

Dienstag, 18. Juni 2024, 19 Uhr

Guten Abend, Du Schöne

Autorinnenlesung mit Karin Raphael

Der Frauenchor Mahlsdorf e.V. feiert 2024 sein 50-jähriges Bestehen. Pünktlich zum Jubiläum erscheinen biografische Porträts von 16 Frauen aus drei Generationen, die die Liebe zur Musik eint und denen das gemeinsame Singen Kraft gibt. Es sind sensible Betrachtungen gelebten Lebens, die nicht verloren gehen, weil jemand fragte, zuhörte, aufschrieb. Es geht um Frauen die Rennrodlerin waren oder Kunstwissenschaftlerin sind, die den Jakobsweg pilgerten oder die halbe Welt bereisten, deren Kindheit der Zweite Weltkrieg oder der DDR-Alltag prägte, die im Herbst 1989 im Riesengebirge wanderten oder sich gerade in China aufhielten.
Lassen Sie sich überraschen!

 

Die Lesung findet in den Ausstellungsräumen des Bezirksmuseums Marzahn-Hellersdorf im Haus 2, Alt-Marzahn 55 statt. Der Eintritt ist frei.

Es wird um eine Anmeldung gebeten:

Mail: infodon't want spam(at)museum-marzahn-hellersdorf.de oder Tel. 030 54 79 09 24

 


Veranstaltung im Juli


 

Mittwoch 10. Juli 2024, 17 Uhr

Kunst in Marzahn. Eine Spurensuche

Führung mit Wolfgang Brauer

 

Bereits im Februar 1975 – die erste „Platte“ wird erst zweieinhalb Jahre später gesetzt – legte eine Arbeitsgruppe des Verbandes bildender Künstler (VBK) der DDR eine „Rahmenkonzeption zur künstlerisch-ästhetischen Umweltgestaltung“ für den neuen Stadtteil von Berlin vor. Dieses Konzept geht über die bloße Ausschmückung der Wohngebiete „mit Kunst“ weit hinaus. Auf seiner Grundlage wurden Empfehlungen für die Grün- und Freiflächengestaltung, die bildkünstleri- sche Ausstattung, für Stadtmöbel, visuelle Kommunikation, Lichtgestaltung und ein Farbkonzept erarbeitet. Ergebnis war ein von seiner ästhetischen Qualität europaweit wohl einmaliger Wurf, an dessen Umsetzung bis 1989 ca. 100 Künstlerinnen und Künstler beteiligt waren.

Von den einst in der Großsiedlung Marzahn vorhandenen fast 300 Kunstwerken existiert nur noch weniger als die Hälfte. Die Führung wird auf noch vorhandene Werke und ihre Gefährdungen aufmerksam machen. Es sollen aber auch Werke gezeigt werden, die erst nach 1990 entstanden und wesentlich zu einem lebendigen Stadtraum beitragen.

Treffpunkt: Marchwitzastraße / Ecke Eugen-Roth-Weg (Heinz-Graffunder-Park); Keramikreliefs
Dauer: ca. 2,5 Stunden

Es wird um eine Anmeldung gebeten:
Mail: infodon't want spam(at)museum-marzahn-hellersdorf.de oder Tel. 030 54 79 09 24