KULTUR - Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf

AKTUELLE AUSSTELLUNGEN

reguläre Öffnungszeiten: Mo - Fr, jeweils 10 - 18 Uhr

Wir wünschen allen Besucher*innen des Museums ein friedliches neues Jahr.

Folgen Sie uns auf Instagram



Alte Schule, Alt-Marzahn 51


umbenennen?! Marzahn-Hellersdorf:
Geschichte auf offener Straße

Ausstellungsdauer: 13. September 2025 bis 19. Dezember 2026

 

Straßennamen sind Zeugen der Geschichte. Das gemeinsame Ausstellungsprojekt „umbenennen?!“ des Arbeitskreises der Berliner Regionalmuseen beleuchtet die Hintergründe von Straßen(um)benennungen in Berlin. Von den Entwicklungen im gesamten Stadtgebiet ausgehend, fokussiert sich der regionale Teil der Ausstellung auf die Besonderheiten in Marzahn-Hellersdorf. Die Umbenennungen nach der Eingemeindung der Dörfer in Groß-Berlin im Jahr 1920 spielen ebenso eine Rolle wie die ideologisch geprägten Straßennamen in der Zeit des Nationalsozialismus und der DDR. Zudem kam es durch den Bau der Großsiedlungen in den 1970er und 1980er Jahren zu zahlreichen Neubenennungen. Abschließend werden auch aktuelle Debatten aufgegriffen.

Die Ausstellung lädt zum Entdecken ein, wie Straßen ihre Namen erhalten und welche Geschichten, Vorstellungen und Werte dahinterstehen.


Open-Air-Ausstellung Kaulsdorf-Süd 

 

Lager Kaulsdorfer Strasse 90

Im Rahmen des Berliner Themenjahres „Zerstörte Vielfalt“ wurde die Open-Air-Ausstellung durch die Enthüllung der Stelen am 30. April 2013 eröffnet.

Ort:
Wuhlewanderweg, Höhe Bismarcksfelder Straße
unmittelbar an der Wuhle


Flyer - PDF zum herunterladen

In der NS-Zeit bestanden im heutigen Bezirk Marzahn-Hellersdorf mindestens 30 Zwangsarbeiterlager. Das Größte befand sich in Kaulsdorf-Süd, an der Kaulsdorfer Straße 90. Das Gelände, ursprünglich jüdischer Besitz, wurde zwangsenteignet. Die ehemaligen Gebäude des Lagers wurden als Unterkünfte für deutsche Arbeiter, die an Projekten der Deutschen Reichsbahn eingesetzt werden sollten gebaut. Zunächst wurde das Lager als Durchgangslager für Wolhyniendeutsche genutzt. 1940 entstand ein Kriegsgefangenenlager für französische Soldaten. Am 30. April 1942 wurde das Lager mit „Ostarbeitern“ belegt, die für die Deutsche Reichsbahn arbeiten mussten. Bis zu 1400 Russen und Ukrainer, darunter viele Frauen und auch Kinder waren hier unter schlimmsten Bedingungen untergebracht. 
Auf acht Ausstellungstafeln erinnert die Open-Air-Ausstellung an die Historie des Ortes, an die Opfer des Lagers und deren Schicksal.
Mit der Open-Air-Ausstellung ist ein weiterer Gedenkort entstanden, der die schmerzvolle Erinnerung an die Vergangenheit wach hält und die Landkarte der öffentlich sichtbaren Denkzeichen im Bezirk ergänzt.